Freitag, 6. Februar 2009

Wasser

Es war an einem Freitagabend, so gegen 18.00 Uhr, als ich in der Badewanne sass, um meinem Körper die angenehme Reinung zu geben. Ob diese Reinigung angenehm ist oder nicht, das ist wohl Ansichtssache, aber für mich persönlich ist sie angenehm. Also weiter mit der Badewanne und dem Wasser, das in die Wanne strömte, und mir kam es vor, als wenn das Wasser jubeln würde, aber warum, so dachte ich, warum jubelt das Wasser? Wenn ich so laufen müsste wie das Wasser fliesst, dann wäre es wirklich Arbeit, die später zu einer gewissenen Erschöpfung bei mir führen würde.

Die Badewanne war gefüllt mit diesem herrlichen Nass, und mein Körper sehnte sich nach einem erfrischendem Bade. So stieg ich in die Wanne, aus der der leichte Dampf der Hitze des Wassers emporstieg. Wie schön hatte ich es im Gegensatz zu meinen vielen Mitmenschen, die diesen Augenblick nicht geniessen konnten. Es war schön, als sich der verlängerte Rücken nach unten beugte und mit dem herrlichen Nass in Berührung kam. Einmalig sage ich euch, einmalig.

Ich sass in der Wanne und genoss den Augenblick, nur einfach zu sitzen, und dann hörte ich wieder eine Stimme, sehr zärtlich erklang sie, und ich hielt inne, mir Ge­danken über mich selbst zu machen, aber ich fragte mich, habe ich wirklich etwas gehört, oder war es nur eine Einbildung?

Oh, nackter Zweibeiner. Wie fühlst du dich, wenn du mit dem Gesäss meine Mole­küle auseinanderdrückst?“ fragte die Stimme.

Wer bist du?“ fragte ich daraufhin, denn mir blieb nur diese Frage, die ich an die Stmme richtete.

Ich bin das Wasser“, sagte die Stimme, „ich bin das Element, dass das Leben auf diesen Planeten brachte. Ich bin, sowie man auch sagt, die Mutter allen Lebens, so auch deins.“

Ich verhielt mich ruhig, denn ich erwarte noch einige Aussagen von der Stimme oder von dem Wasser, aber es blieb ruhig.

Woher kommst du?“ fragte ich. Aber es blieb ruhig. Es mochten vielleicht einige Minuten vergangen sein.

Woher ich komme, das ist eine schwierige Frage, mein Lieber“, sagte die Stimme leise, „Ich komme aus der Vergangenheit des Universums, aber ich war schon vor der Entstehung dieses Universums da. Mit dem Urknall bin ich dann erschienen, und habe hier in diesem Universum meinen Platz gesucht.“

Aber wenn du schon vor dem Urknall da warst, was war vor dem grossen Knall?“ fragte ich. Es trat eine Stille ein, wie sie eigentlich nach jeder Frage eintritt.

Das werde ich dir nicht sagen, denn ich weiss es, aber du nicht. Ihr Zweibeiner seit doch sehr neugierig, also sucht nach dem was vor dem grossen Knall war“, sagte die Simme sehr sanft, und ich hörte leise Musik, die nach ausserirdischer Musik klang.

Also suchen wir weiter, dachte ich, denn nur der Weg ist das Ziel.

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