Donnerstag, 15. Januar 2009

Tod eines Unternehmers

Der Tod eines Menschen ist imm etwas Tragisches, so meinen wir Menschen es, wenn ein Mensch stirbt. Ob dieser Mensch arm, reich, wohlbehütet oder abdachlos war, der Tod eines Artgenossen geht uns immer nahe. Aber die Selbsttötung eines Menschen löst bei den Menschen immer die Frage aus: warum hat er es getan?

Das ist wohl eine Frage, deren Beantwortung sehr viele Spekulationen aufwirft. Erst vor einer Woche hat sich ein renomierter Unternehmer selbst getötet, er warf sich vor einem Zug, weil er die Schande nicht ertragen konnte. Aber welche Schande?

Es geht bestimmt nicht um eine Schande, sondern es wird eher ein Ehrgefühl sein, beim Spekulieren an der Börse, nicht richtig gehandelt zu haben. Aber das kann ei­nem passieren, besonders dann, wenn der weltweite Finanzmarkt in eine Schieflage gerät, sowie es jetzt der Fall war. Aber sollte man sich wirklich selbst töten?

Der Unternehmer hätte einige Teile seines Unternehmens veräußern müssen, was an­dere in dieser Situation auch getan hätten, aber steckte etwas anderes dahinter? Es könnte auch sein, dass er das gesamte Unternehmen behalten wollte, vielleicht dach­te er an die vielen Arbeitnehmer, die jetzt belastet würde, etwa Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Es ist wirklich schwierig, die wahrscheinliche Ursache für den Freitod des Unter­nehmers zu finden. Er ist jetzt tot, also geht das Tauziehen um die Unternehmensteile weiter, dafür müssen die Erben geradestehen, aber angeblich soll der Unternehmer etwa 10 Milliarden an Vermögen gehabt haben, und trotzdem hat der Unternehmer den Freitod gesucht.

Leben und leben lassen, darum geht es im Leben, denn der Tod kommt auch dann, wenn er nicht gerufen wird.

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