Mittwoch, 7. Januar 2009

Schlechte Nacht

Vor einigen Tagen schrieb ich etwas über die „Gute Nacht“, weil mir davor der Ge­danke kam, was bedeutet es, wenn man seinem Partner vor dem Schlafengehen, eine „Gute Nacht“ wünscht. Es ist doch ein schöner Zug vom Partner, seinem Partner eine „Gute Nacht“ zu wünschen. Ich mache es jeden Abend, und ich gebe meiner ed­len Gattingemahlin einen süssen Kuss, das muß sein.

Das ist schön und gut, man sieht daran, dass ich doch ein guter Mensch bin, wenn auch andere das Gegenteil behaupten, weil sie mich nicht wirklich kennen.

Aber jetzt kam dann der Gedanke, was bedeutet es, wenn man einem Menschen eine „Schlechte Nacht“ wünscht. Es ist doch eigentlich ein Witz und ein Zeichen, dass sich in meinem Gehirn so schlechte Gedanken abspielen, aber man weiß es, dass das gehirn seine eigenen Wege geht, ohne uns zu fragen.

Natürlich wünscht man keinem Menschen eine „Schlechte Nacht“, aber man denkt es, wenn man den Menschen nicht leiden kann. So kann es auch in einer Beziehung sein, ob jetzt verheiratet oder nicht. Aber was mir in meinen Gedanken so auffällt, ist das Verhalten eines Partners, wenn er, ohne etwas zu sagen, in das Bett geht, sich umdreht und die Kettenmotorsäge ( hier ist das Schnarchen gemeint) anschmeißt.

Dieses Verhalten könnte dann bedeuten, dass sich die Partner eine „Schlechte Nacht“ wünschen, und noch dazu der heimlichen und unausgesprochenen Meinung sind, dass er seinem Partner ein angenehmes Wanzenrennen auf dessen Körper wünscht.

Also, wenn man seinem Partner eine „Schlechte Nacht“ wünscht, dann sagt man es nicht, sondern man denkt es sich. Aber wenn man seinem Partner eine „Gute Nacht“ wünscht, dann bringt man seine Liebe zum Partner zum Ausdruck. Ob das stimmt? Oh, Oh, das ist wohl nicht so sicher, aber darüber könnte ich auch einmal meine Ge­danken machen.

Ich ahbe selbst bemerkt, als ich mir so meine Gedanken über die „Gute Nacht“ und die „Schlechte Nacht“ machte, dass auch hier Gegensätze auftauchen, die den Ge­dankengang bestimmen. Es gibt immer Gegensätze von „gut“ und „schlecht“, aber warum eigentlich?

Denn in der Natur gibt es diese Unterscheidung nicht, sondern nur in der Kultur des Menschen, weil er gerne unterscheiden möchte. Wer oder was nicht zu ihm gehört, ist schlecht und wer oder was zu ihm gehört ist gut. Der Mensch ist eigentlich das Wesen auf unserem Planeten, der diese Unterschiede macht.

Das Leben ist lebenswert, wenn man es leben kann.

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