Freitag, 9. Januar 2009

Artikel 1

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit:

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Ver­nunft und Gewissen begabt und sollem einander im Geiste der Brüderlichkeit begeg­nen.

Das ist ein Artikel der Menschenrechte der Vereinten Nation (UN), der 1948, also drei Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, verabschiedet wurde, im Hin­blick auf eine schönere Welt, d.h. ohne Krieg, Armut und Flucht.

Es sind wirklich schöne Gedanken und Wünsche, die schon allein in diesem Artikel stecken, aber wenn man genauer hinsieht, so fehlt etwas, nämlich die Frauen, also unserer weiblicher Mitstreiter wird nicht aufgeführt, denn man spricht nur von der Brüderlicheit und nicht Schwesterlichkeit.

Schon an diesem Artikel erkenne ich deutlich, und ich habe damals die Nachkriegs­zeit und die ersten Jahre des 2.Weltkrieges miterlebt, dass die Frauen in der Zeit nichts zu sagen hatten, außer vielleicht Zuhause.

Ob die Menschen wirklich frei und an Würde und Rechten geboren wurden, das be­zweifle ich ganz stark, denn welcher Mensch wird schon frei geboren, es sind doch nur die, die in einen reichen Haushalt hineingeboren werden, oder in eine Familie, die Macht besitzt, aber die anderen Neugeborenen, und das sind nicht wenige, wer­den in ein Elend hineingeboren. In diesem Elend fehlt es wohl an Würde, an Freiheit und auch an den Rechten, Mensch zu sein.

Ob die Menschen wirklich mit Vernunft oder Gewissen begabt sind, das ist sehr zwei­felhaft, denn man sieht sehr oft, dass auch Menschen, von denen man Gewissen und Vernunft erwartet, anders handeln als man denkt. Oft ist dieses handeln egoistisch, so nach dem Motto: zuerst ich, dann lange nichts, und dann vielleicht die anderen Menschen.

Aber wann kommt es dann zu einer vernunftbedingten Handlung, ich weiß es wirklich nicht, denn beim Menschen spielen Verhaltensmuster eine Rolle, die man als Außen­stehender nicht erkennt, oder die ein vernünftiges Handeln ausschließen.

Das Gewissen setzt erst dann ein, wenn man über Jahre gesagt bekommt, man habe ein Gewissen, ob dieses Gewissen angeboren ist, auch das ist sehr zweifelhaft.

Uns bleibt nicht anderes übrig, als selbst zu leben und andere leben zu lassen. Auch muß man die Frauen als gleichberechtigte Partner in seinen Überlegungen einbezie­hen, denn sie gehören gleichberechtigt zu den Männern. Die Männer haben kein Recht, sich über die Frauen zu stellen, eigentlich sollten die Frauen die Menschheit regieren, das wäre für uns Männer wohl das Beste.

Ich sage immer, leben und leben lassen, denn so ist das Leben.

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