Mittwoch, 14. Januar 2009

Dragoner-Hotel

Das Drogoner-Hotel mit den tausend Betten gibt es nicht mehr. Das Gebäude gibt es noch, aber dieses Gebäude als Kaserneneinrichtung, als Unterkunft für Soldaten, hat schon viele Jahre ausgedient. Das Gebäude selbst ist denkmalgeschützt, das ist auch gut so, sonst hätte man versucht, es abzureißen. Heute ist es eine private Universität, aber man hätte besser eine Schule darausmachen sollen.

Die Dragoner-Kaserne ist ein alter Kasernenkomplex, der schon vor dem ersten Weltkrieg besteht. Dort waren die badischen Dragoner untergebracht. Nach dem ersten Weltkrieg diente die Kaserne als Unterkunft für eine technische Einheit der Wehrmacht. Ab 1960 wurde sie Unterkunft für die Soldaten der Bundeswehr. Zwi­schenzeitlich diente die Kaserne als Landesfeuerwehrschule.

Ab Juli 1960 wurde hier das neue Luftlandepionier-Bataillon aufgestellt. Und ich landete dann auch hier, und war damit ein Mitbegründer dieser neuen Einheit, ob­wohl ich zählte schon damals zu einem Luftlandepionierzug, der der 1.Luftlandedivi­sion direkt unterstellt war, und das bis Januar 1963, danach ging ich an die Luftlan­deschule Altenstadt/Bayern, um dort die erste Fernspäheinheit mitaufzubauen. Da­nach kehrte ich nach Bruchsal zurück.

Ich halte mich seit Juli 1960 in Bruchsal auf. Bruchsal ist für mich meine Heimat­stadt geworden. Ich habe hier meine jetzige Ehegattingemahlin kennengelernt und auch geheiratet, und wir haben eine liebe Tochter, die sich auch um uns kümmert. Jetzt sind wir im 45 Jahr verheiratet und bleiben es hoffentlich auch lange.

Jetzt noch zu dem Dragoner-Hotel. Gestern am 10.Jamuar bin ich wieder einmal an der ehemaligen Kaserne vorbeigelaufen. Dabei kamen viele Erinnerungen auf, auch schöne Erinnerungen.

Die Zeit des aktiven Dienstes ist lange vorbei, und das Leben vollzieht seine eigenen Bahnen, und man muß den Weg weitergehen, den man vorher eingeschlagen, also den Weg des Lebens. Es gibt immer kleine Veränderungen auf diesem Weg, ich habe es an der Kaserne gesehen, die doch einige Jahre meine Heimat war, aber die Erin­nerungen bleiben und sollen es auch.

Ich sage immer, leben und leben lassen, dann kommen wir alle gut über die Runden, außer wir gehen vorher KO.


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