Dienstag, 13. Januar 2009

Artikel 4

Verbot der Sklaverei und des Sklavenhandels:

Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Aber wird dieses Verbot auch entsprechend überwacht, oder steht es nur auf einem Blatt Papier, um die Menschen zu beruhigen, oder meint man es wirklich ernst mit diesem Verbot?

In der Praxis, also im wirklichen Leben, gibt es kein Verbot der Sklaverei, sondern diese stetzt sich fort, in undurchsichtige Arbeitsverträge, die schon Sklaverei sind, die einen Arbeitssuchenden verklaven. Besonders in Zeiten, wo es schlecht um wirt­schafliche Erfolge steht. Die Unternehmen zeigen keinerlei Interessse daran, ihre Gewinne zu reduzieren, indem sie den Beschäftigten an den Gewinnen beteiligen.

Die Arbeitsverträge sehen dann so aus, dass der Arbeitnehmer oder angehende Ar­beitsnehmer einen Vertag unterschreibt, der ihm keinen ausreichenden Lohn für sei­ne Arbeit erbringt, sondern nur einen Hungerlohn. Die Unternehmer wären lieber daran interessiert, den Arbeiter keinen Entlohnung zu geben, sondern der Arbeiter müßte an den Unternehmer selbst für die Arbeit bezahlen, damit dessen Profit größer wird.

Gut, das ist krass von mir beschrieben, aber es gibt einige Unternehmer, wenn es nur ein geringer Teil ist, die derartige Wünsche haben. Denen ist es egal, ob ihr Verhal­ten an Sklaverei grenzt, sondern sie sehen nur ihren eigenen Profit.

Die Ausbeutung der Arbeitskraft von Menschen ist Sklaverei, darüber sollte man sich wirklich Gedanken machen, auch wenn die Unternehmer und ihre Freunde davon­ausgehen, dass der Unternehmer das Risiko für sein Unternehmen trägt, was wohl einerseits richtig ist, aber zur Ausbeutung der Arbeitskraft darf es nicht führen.

Das beste Beispiel für die Versklavung von Menschen waren die sozialistischen Län­der wie DDR, UdSSR und so weiter. Hier wurde die Arbeitskraft der Menschen rück­sichtslos ausgebeutet.

Die Ausbeutung von Menschen gibt es auch heute noch, daran geht kein Weg vorbei, wenn die Menschen nicht lernen, bewußter miteinander um zu gehen. Die Verskla­vung von Menschen oder deren Ausbeutung ihrer Arbeitskraft wird dann enden, wenn der Kapitalismus in der heutigen Form zuende geht. Kapitalismus ist dann gut, wenn er alle Menschen in sein System einbezieht.

Der Artikel 4 der Menschenrechte bleibt immer ein zweischneidiges Schwert in sei­ner Auslegung, denn hier kann man sich ernstlich fragen, wo beginnt die Sklaverei und wo hört sie auf.

Doch denkt daran, immer Mensch bleiben, d.h. leben und leben lassen.


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