Mittwoch, 28. Januar 2009

Artikel 11

Unschuldsvermutung:

(1) Jeder, der wegen einer strafbaren handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfah­ren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, ge­mäß dem Gesetze nachgewiesen ist.

(2)Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war.

Ebenso darf keine schwere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafba­ren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Dieser Artikel der Menschenrechte geht von der Unschuldsvermutung aus, d.h.ein Beschuldigter gilt solange für unschuldig bis der Beweis für seine Schuld erbracht worden ist. Aber wie sieht es in der Realität aus?

In der Realität sieht es mit der Unschuldsvermutung anders aus, und das liegt an uns Menschen selbst. Wir suchen immmer, wenn etwas passiert, einen Schudigen für das Geschehen, und sehen sofort den Schuldigen, wenn man uns irgendjemand als Schul­digen serviert. Aber woran liegt es?

Eigentlich ist es sehr einfach, waran es liegt, voreilig einen Schuldigen zu finden, ob­wohl man nicht weiß, was wirklich geschehen ist, oder Anhaltspunkte über das Ge­schehene zu erfahren.

Wir machen uns nie Gedanken darüber, besonders dann, wenn etwas passiert, wer ist eigentlich an dem Geschehenen schuldig, oder gibt es wirklich einen Menschen oder Menschengruppe, die man als Schuldige ansehen kann?

Aber das liegt an uns selbst, und das stimmt auch, so stelle ich es einmal hypothe­tisch dar. Der Mensch, ich natürlich eingeschlossen, versucht immer, wenn ihm ein Missgeschick passiert, die Schuld an diesem Missgeschick sich nicht selbst zu geben, auch wenn er selbst der Verursacher ist, sondern immer anderen Menschen die Ur­sache an diesem Missgeschick aufzuladen, denn das ist einfacher und sorgt dafür, dass man sich als „frei von Schuld“ hinstellen kann.

Alos gilt ein Mensch nach dem Gesetz, auch bei uns inder Bundesrepublik Deutsch­land als unschuldig bis ihm das Gegenteil bewiesen wurde. Was auch gut ist, aber in der Realität sieht es anders aus, da ist der Beschuldigte gleichzusetzen mit der Schuld.

Das Öffentliche Verfahren gegen ein Beschuldigten ist von Bedeutung, damit auch die Öffentlichkeit erfährt, ob eine Schuld vorliegt oder nicht. Die Öffentlich ist selten in einer Gerichtsverhandlung zugegen, denn man interessiert sich kaum für Gerichts­verhandlungen, außer es ist etwas, was sehr spekulär ist, so wie ein Mord, der beson­ders grausig war. Meistens erfährt man den Verlauf teilsweise durch die Veröffentli­chung durch die Medien, aber es ist auch Öffentlichkeit.

Dass eine strafbare Handlung nur dann strafrechtlich verfolgt werden kann, wenn zur Zeit der Straftat diese strafbar war, dann soll sie auch strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie zum Zeitpunkt der strafbaren Handlung nicht unter ein Strafgesetz fiel, dann kann sie auch nicht verfolgt werden. Wie das in der Realität aussieht, das sei jetzt dahingestellt, aber trotzdem läuft es ganz gut, d.h.die Menschenrechte wer­den meistens eingehalten. Darum lebe ich auch noch, und ich kann leben und leben lassen, denn die Menschenrechte beeinflussen mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen.

Keine Kommentare: