Mittwoch, 3. Dezember 2008

Jammern

Nach dieser Finanzkrise jammert alles: Wo ist das schöne Geld geblieben? Ja, wo ist es wirklich geblieben? Bestimmt wurden einige Menschen auf diesem Planeten durch die Finanzkrise sehr reich an finanziellen Mitteln, aber die kennt keiner, weil sie sich jetzt natürlich bedeckt halten, was sie schon davor machten.

Besonders bemerkswert finde ich es, wenn einige reiche Unternehmer jetzt jammern, weil sie einen großen Teil ihres Vermögens verzockt hatten, und über das verlorene Geld jammern. Ich sage immer, was man verloren hat, dem sollte man nicht nach­trauern, warum, denn das Verzockte ist weg, und bleibt auch verschwunden.

Natürlich habe ich keine Milliarden und bin auch sonst nicht reich an Kapital, aber ich hätte auch nicht so sinnlos alles verzockt oder einen großen Teil meines Vermö­gens.

Wenn ich mir so verstelle, was man mit 1.8 Milliarden verzockten Euros alles ma­chen könnte? Jetzt zu Weihnachten die armen Mitmenschen beschenken, besonders den armen Kindern ein Geschenk der Hoffnung machen, um ihnen damit zu sagen, gemeinsam schaffen wir es, einen neuen Weg zu gehen, ohne das jemand hungern muß oder arm bleibt. Nur habe ich nicht das Geld, deshalb brauche ich auch nicht zu jammern, weil es doch nichts bringt.

Als kleiner Junge habe ich in voller Armut gelebt, denn auch das Essen mußte ich mir zusammenstehlen. Oh, habe ich geklaut. Kein Wunder, dass ich schon nach kurz­er Lehrzeit, den Mitmenschen die Schuhe im laufen ausziehen konnte. Aber dann war bald Schluß damit, und ich wurde wieder ein ehrlicher Mensch, aber die Erinnerun­gen blieben. Ich hatte damals keine Schuld an der Situation, in der ich lebte, aber diejenigen, die die Finanzkrise verursacht haben, habe selbst Schuld an der Krise, unter der sie stöhnen, aber auch Menschen, die nichts mit der Krise zu tun hatten.

Wir haben heute die Möglichkeiten, derartige Krisen zu vermeiden, aber wir Men­schen sind dazu einfach nicht in der Lage, weil wir sofort mit dem Jammern anfan­gen, das bemerkt man besonders bei den vermögenden Menschen, die bei Spekulatio­nen riesige Summen an Geld in den Sand gesetzt haben. Wenn ich von Geldgeschäf­ten nichts verstehe, dann halte ich mich aus diesen Geschäften heraus, oder ich ler­ne, wie man diese Geschäfte richtig tätige.

Jammern können die, die unter dieser Krise wirklich leiden, z.B. ihren Arbeitsplatz verlieren, und dann in die Armut hineinschlittern, die von anderen hervorgerufen wurde. Aber es ist schon eigenartig, dass nicht diese jammern, sondern die, die den ganzen Schlamassel verursacht haben.

Jetzt werden einige von diesen auch noch frech und behaupten, der einfache Bürger habe Schuld an der Finanzkrise, wie er kann er das. Dem einfachen Bürger fehlen die notwendigen Geldmittel zur Spekulation, aber einen Weg gibt es, an der Finanz­krise indirekt beteiligt gewesen zu sein, dass man dem Bürger faule Immobilien auf­geschwätzt hat mit dem Gedanken, dass der Bürger einen entsprechenden Kredit auf­nimmt, aber der von vornherein platzt und sich in Luft auflöst.

Geldgeilheit verblendet den Menschen, und macht ihn blind für die Gefahren einer Krise.

Ich hoffe, die Menschen lernen aus diesen Krisen, aber in meinem Inneren denke ich, die lernen nichts. So ist die nächste Krise schon im Anmarsch. Also ein Lied – drei, vier: schöner Westerwald, wo die Büchse knallt.....

Der Weg ist das Ziel, den der Weg sollte nicht Spekulation heißen, sondern „Denken“, dann wird auch das Ziel für die Menschen erreicht, nicht mehr in Armut zu leben.

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