Freitag, 5. Dezember 2008

Einkommen aufstocken

Jetzt wird es ganz deutlich, dass schon viele Arbeitnehmer ihr Einkommen durch Hartz IV aufstocken müssen, um ihren Lebensbedarf zu sichern. Also muß ein Arbeit­nehmer für einen niedrigen Lohn schuften, und dann reicht dieses Einkommen nicht einmal aus, den persönlichen Lebensbedarf, und wenn er eine Familie hat, auch de­ren Lebensbedarf zu decken.

Hier setzt bei mir der Verstand aus, über die Unverfrorenheit von Arbeitgebern und gewählten Volksvertretern. Die Arbeitgeber bekommen, jetzt einmal alles Pauschal gesehen, einen Betrag für die verrichtete Arbeit. Wer macht die Arbeit, der Arbeit­nehmer, also muss er auch entlohnt werden. An dieser Entlohnung hängen sich die Versicherungsanstalten wie Krankenkasse und Rentenversicherung sowie der Staat, also unsere politische Gemeinschaft. Der Arbeitnehmer zahlt Krankenkassenbeiträge und Beiträge zur Rentenversicherung und Steuern an den Staat, und so werden etwa 35 % von seinem Einkommen abgezogen, Dann kommt noch der Witz, dass der Ar­beitnehmer wie alle Bürger unseres Landes, die etwas kaufen, zusätzlich 16 % Mehr­wertsteuer auf die gekaufte Ware entrichten müssen, aber auch für verrichtete Dienstleistungen von Handwerkern zum Beispiel.

Jetzt verlangt man von dem Arbeitnehmer auch noch, dass er für seine Altersrente auch noch sorgen müsse, also muß er zusätzlich noch Versicherungsbeiträge für eine spätere Altersversorgung entrichten.

Der Arbeitnehmer arbeitet bei uns in Deutschland nicht für sich, sondern für die Po­litiker, die Krankenkasse und sonstigen Versicherungen. Manche, besonders die Po­litiker, sprechen von einem Solidaritätspakt der Bürger im Rahmen der Krankenkas­se und Rentenversicherung, aber die, die so etwas besonders in den Vordergrung schieben, sind die größeren Schmarotzer in unserer Gesellschaft.

Zurück zu Hartz IV. Hartz IV war eigentlich nur dafür gedacht, dass Menschen, die in Not sind, vorübergehend unterstützt werden, um ihren Lebensbedarf decken zu können. Jetzt wird diese Regelung keine Ausnahme mehr sein, sondern wird zu einem festen Bestandteil in der Gesellschaft, also für den Arbeitnehmer.

Die Arbeitnehmer werden durch Arbeitgeber um ihren Lohnanteil betrogen. Der Mensch darf arbeiten, aber er bekommt nur ein geringes Entgelt, was nicht einmal für das Leben reicht, so dass der Betroffene den Staat, die Gesellschaft, anbetteln muß, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

So geht es nicht, Wenn ein Unternehmer keinen Arbeitsnehmer beschäftigen kann, weil das Unternehmen keine Gewinn abwirft, dann darf der betreffende Unternehmer auch keinen Menschen beschäftigen. Wenn Arbeit da ist, dann muß diese Arbeit, die eine Dienstleistung ist, auch bezahlt werden.

Der derzeitige Zustand auf dem Arbeitsmarkt muß eingehend analysiert werden, wo das eigentliche Problem liegt. Denn wenn Geld da ist, dann kann auch die Arbeit be­zahlt werden. Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass der Arbeitnehmer von allen möglichen Institutionen geschröpft wird, so dass er nicht mehr hat, höchsten soviel, dass er die Unterkunft bezahlen kann.

Die ganzen Vorstände von Unternehmen greifen mit vollen Händen in die Kasse des Unternehmens, obwohl sie es nicht dürfen, denn in erster Linie müssen die Kosten des Unternehmens abgedeckt sein, und aus dem restlichen Gewinn kann der Unter­nehmer seinen Anteil erheben. Aber es wird nicht so gemacht, weil der Unternehmer denkt, der Arbeitnehmer müßte die Kosten des Unternehmens tragen, und der Unter­nehmer bekommt den ganzen Gewinn. Dafür muß dann die Gesellschaft den Lebens­unterhalt für den Arbeitnehmer tragen, ein Witz, aber ein schlechter.

Der Weg ist das Ziel, und dieser führt über die gerechte Aufteilung es betrieblichen Gewinns.

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