Samstag, 11. Oktober 2008

Rauchverbot stoppen

Erst wird sehr viel Wind um ein generelles Rauchverbot in ganz Deutschland ge­macht, aber dann kommen Politiker, die dieses Rauchverbot verwässern wollen, nur weil sie die nächste Wahl besser überstehen wollen. Siehe Bayern. Bayern wählte vor zwei Wochen, gerade in der Zeit zum Oktoberfest, aber für die CSU wurde es kein fröhliches Fest, sondern ein Reinfall, weil die Partei nicht merh die Mehrheit der Wählerschaft erreichen konnte. Aber wie immer gab es Schuldzuweisungen, obwohl sich die Politiker der CSU selbst an den Kopf fassen sollten, warum diese Wahlzu ei­nem Reinfall wurde. Jetzt sucht die CSU einen neuen Ministerpräsident und Partei­vorstand, den sie in Seehofer gefunden hat. Seehofer ist mir eigentlich sehr sympa­thisch, nicht weil er in derBundeshauptstadt fremdgegangen ist und dabei ein Kind gezeugt hat, sondern von seiner Art her, denn er ist ruhig, und ich denke, er kann sich auch gut durchsetzen.

Seehofer äußerte sich in den Medien, dass er das Rauchverbot in Bayern nicht so streng fassen wolle, obwohl er als Bundesminister zu einem strengen Rauchverbot zum Schutze der Nichtraucher stand. Ich bin selbst Nichtraucher, meine götliche Ehegattingemahlin raucht, aber wir verstehen uns trotzdem gut.

Seehofer hat die Situation in seinem Bayern gut erkannt, weil er nach den letzten Wahlergebnissen erkannt hat, dass die rauchenden Wähler irgendwie verprellt wor­den sind, obwohl ich denke nicht, das es daran liegt, sondern es sind jungen Wähler nachgewachsen, und die haben ein anderes Verständnis von Politik als das ihrer Vä­ter und Großväter. Ich denke, wenn es nur um den Genuss von Tabak geht, dann wäre das teilweise Aufheben des Rauchverbots nicht gravierend, wenn man die Fin­ger vom Hasch und anderen Drogen lässt.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit dem Rauchverbot weitergeht. Aber ich denke auch, dass das Rauchverbot in seiner ursprünglichen Form bestimmt nicht weiterbestehen wird, und darüber werden sich die militanten Nichtraucher ärgern. Dass Seehofer in Bayern eine andere Form von Rauchverbot haben will, das liegt an der bayrischen Staatsform, denn die Bayern, was wir alle wissen oder wissen sollten, sind ein Frei­staat, und deshalb lassen sich die Bayern nichts sagen, besonders dann nicht, wenn der Bund Gesetze erlassen will, die Bayern nicht will.

Seehofer wird als Ministerpräsident von Bayern im Bundesrat, Gremium der Bundes­länder, grundsätzlich eine ablehende Haltung gegen den Bund einnehmen, darauf kann einen lassen, wenn nicht sogar zwei.

Ich finde es köstlich, wenn man zuerst für ein strenges Rauchverbot ist, aber plötzlich wenn man die Macht hat, dieses strenge Rauchverbot nicht mehr haben will. Aber das ist typisch für den Politiker, denn Scheiss darauf, was ich früher gesagt habe, aber heute sage ich etwas Anderes. Obwohl das trifft eigentlich auf alle Menschen zu, besonders auch auf mich, denn das Leben geht weiter, vieles verändert sich und man muss sich den Veränderungen anpassen. Was soll's.

Der Weg führt zum Ziel, ob die Raucher oder Nichtraucher bist, sterben tun wir alle.

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