Dienstag, 14. Oktober 2008

Milliarden verpulvert

Gegen Ende des Jahres gibt der Bund der Steuerzahler immer das Weissbuch heraus, in dem über die Verschwendung von Steuergeldern berichtet wird. Jedes Jahr sollen es bis zu 30 Milliarden Euro sein, der einfach in den Sand gesetzt werden, ohne dass diejenigen, die diese Milliarden sinnlos verschleudert haben, zur Rechenschaft gezo­gen werden. Die Abgeordneten und damit die Politiker haben aus weiser Voraussicht kein Gesetz erlassen, das das Verschwenden von Steuergeldern unter Strafe stellen. Warum wohl nicht? Eigentlich um ungehemmt das Geld auszugeben, was sie eigent­lich verantwortungsvoll verwalten sollten. Aber was machen die Politiker damit? Wir alle sehen es Tag für Tag. Dabei sind auch noch Bordellbesuche von Politikern drin, aber ich gönne den Damen das Geld für die Arbeit.

Nein, jetzt im Ernst. Wenn man sieht, dass Strassen gebaut werden, die nie zu einem Ziel führen, sondern nur dafür da sind, den massgebenden Politiker unsterblich zu machen, so meint der das, aber diese Unsterblichkeit ist negativ und hält sich wie jede Unsterblichkeit nur kurze Zeit, dann ist er vergessen.

Diese 30 Milliarden, die ich oben aufgeführt habe, wird für jeden Blödsinn ausgege­ben, denn es werden in die Landschaft Brücken gebaut, zu denen keine Strasse führt. Es werden Einrichtungen fertiggestellt, die aus Baumängel nicht benutzt werden kön­nen, denn man muss diese Einrichtungen wieder abreissen, was natürlich auch Geld kostet. Es werden Dienstreisen finanziert, die eigentlich keine sind, weil die ganze Familie mitfährt, und man macht dann zusammen mit der Familie Urlaub, was der Steuerzahler bezahlen muss.

Es gibt noch sehr viele Ungereimtheiten in den Haushalten von Bund, Ländern und Kommunen. Als Beamter hatte ich immer gegen Ende des Jahres das Erlebnis, dass man mit dem Hinweis an mich herantrat, es seien noch Mittel aus dem Haushalt des Jahres vorhanden, und ich könne noch irgendwelche Anschaffungen machen. Anstatt das restliche Geld zurückzulegen, sowie ich es mache, wenn ich am Ende des Jahres noch Geld übrig habe, dann gebe ich dieses Geld nicht einfach aus, sondern halte es zurück, weil ich damit grössere Anschaffungen tätigen kann, die erforderlich sind.

Der Staat könnte es auch so machen, wenn er die Gesetze des Haushaltes dahinge­hend ändert, dass das nichtausgegebene Geld auch wieder verwendet werden kann, und der Haushaltsbetrag für das kommende Jahr nicht um den Betrag des Ersparten gekürzt wird.

Es ist alles einfach, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, wenn man sich an die Regeln eines Privathaushaltes hält. Ich weiss leider nicht, wie es bei den jun­gen Menschen aussieht, die eine andere Sicht von Haushalten haben, da werden lie­ber Schulden gemacht. Schulden oder auch Kredite sind schön und gut, mit denen kann man sich einige Dinge erlauben wie Auto oder Haus, aber die Kredite oder Schulden müssen auch getilgt werden, dann heißt es, auf der Ausgabenseite zu spa­ren.

30 Milliarden Euro jährlich unnötig ausgegeben, das ist eine Schande für Menschen, die von sich behaupten, die Elite einer Nation zu sein. Es sind die Nieten einer Nati­on und schlechte Vorbilder für die nachfolgenden jungen Generationen.

Der Weg ist das Ziel, auch wenn man dabei 30 Milliarden Euro einsparen kann.


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