Donnerstag, 25. September 2008

Kontrolle der Finanzmärkte

Nach dem Debakel an den Finazmärkten in der USA, und natürlich auch in Europa, gab es gleich grosse Aufregung, aber zugleich auch grosse Fassungslosigkeit mit dem Hinweis: Wie konnte so etwas passieren?

Ja, wie konnte so etwas passieren? Die Politiker taten nach aussen, als wenn sie zor­nig auf die verantwortungslosen Bänker wären, aber ich frage mich, ob die Politiker auch wirklich ihr wahres Gesicht zeigten, oder war es ein Zorn persönlicher Art, weil der Zornige bei dieser Finanzkrise selbst eine Menge Geld verloren hatte, möglich ist doch alles, wer kennt schon die lieben Mitmenschen, ich nicht, das heißt, ich traue keinem über den Weg.

Schon wurden Stimmen laut, die eine Kontrolle der Finanzmärkte verlangten. Gut, man kann es machen, aber wer sollte die Finanzmärkte kontrollieren? Es wären schon in der Vergangenheit angebrachter gewesen, wenn der Finanzmarkt sich sel­ber kontrolliert hätte, dann bräuchte er keine Kontrolle von aussen, aber er hat es nicht gemacht, warum nicht, ich weiss es nicht.

Aber ich frage mich selbst, wer soll dann die Finanzmärkte kontrollieren? Die Fi­nanzminister, eine Aufsichtsbehörde, bestehend aus Bänker oder anderen Finanzex­perten?

Wenn man den Finanzmarkt kontrollieren will, dann müssen es die Bänker und Bör­sianer selbst machen, denn die haben einen besseren Einblick, aber man kann jedes Jahr eine Expertenkommission bilden, die dann die Bänker und Börsianer kontrol­liert.

Aber was ich hier zu Papier bringe, ist Murks oder auch Mist, denn diese Kontrollie­ren funktionieren nicht, weil Geld ein gutes Schmiermittel ist, und der Mensch hat die Neigung sich zu bereichern, besonders dann, wenn er dafür nicht arbeiten muss.

Ich denke, es wird ein Wunschtraum vieler Menschen bleiben, dass man jetzt den Fi­nanzmarkt streng kontrolliert, aber man muss sich auch die Frage stellen, wer soll dann die Kontrollen durchführen, wer ist dafür eigentlich geeignet? Im grunde ge­nommen stehen überall nur Fragezeichnen. Man wird uns etwas vorgaukeln und be­schwichtigen, aber es wird nach aussen Änderungen geben, auch richtige Korrektu­ren, aber in den Reihen der Finanzmärkte wird sich nichts ändern, es bleibt alles beim Alten, denn wer wird seine Macht aus den Händen geben, wohl keiner.

Der grösste der Teil der Menschheit wird machtlos gegen die Mächtigen der Finanz­welt sein. Man kann nur machtlos zusehen, wie die Finanzgurus mit Milliardensum­men pokern, und schliessend Menschen in die Armut führen. Alles Rufen nach Kon­trolle der Finanzmärkte werden irgendwann verhallen und der alte Trott geht weiter, auch auf den Finanzmärkten, weil man von Menschen nicht erwarten kann, dass sie Vernunft zeigen, denn kritische Vernunft gibt es nicht, weil jede Vernunft emotional bedingt ist. Auch denken wir nicht rational sowie es die kritische Vernunft verlangt, sondern irrational sowie wie es die Emotionen des Betreffenden von ihm selbst ver­langen.

Ehrlich gesagt, mir geht eigentlich dieser ganze Mist am Arsch vorbei, denn ich habe schon vieles gesehen und gehört, und ich weiss auch, dass die derzeitige Situation an den Finanzmärkten das Verhalten der Menschen nicht verändern wird.

Der Weg ist das Ziel, wenn sich der Mensch selbst kontrollieren kann.

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