Donnerstag, 4. September 2008

Folterspiele

Ein komisches Thema habe ich mir heute vorgenommen, im Augenblick weiss ich gar nicht, wie ich auf dieses Thema gekommen bin, vielleicht fällt es mir noch ein.

Folter ist etwas, was gegen die Menschenwürde verstösst, denn die Würde des Menschen ist unantastbar, auch körperlich ist der Mensch unantastbar, denn auch der Körper des Menschen gehört zur Menschenwürde. Man kann nur dann einen Menschen anfassen, wenn er seine Zustimmung dazu gibt. Ist ein Mensch nicht bei Bewusstsein, dann muss ein Angehöriger für diesen Menschen entscheiden oder ein Gericht.

Es ist alles sehr einfach. So ist die Folter von Menschen ein Verstoss gegen die Menschenwürde, und steht in Staaten mit einem freiheitlichen Rechtssystem, unter Strafe. Es darf nicht gefoltert werden. Aber was ist eigentlich ein Folter und wann beginnt sie?

Es ist schwierig, genau zu bestimmen, was eine Folter ist, und wann sie beginnt. Ich denke, jede Verletzung der Menschenwürde ist ein Folter und beginnt dann, wenn die Würde eines Menschen verletzt wird. Also wenn ich zu jemandem sage, er sei ein Idiot, dann habe ich die Würde des betroffenen Menschen verletzt, und ich beginne mit der Folter, denn psychisch kann dieser Mensch die geäusserte Beleidigung nicht verkraften, er wird depressiv, bekommt dann Kopfschmerzen und beginnt mit einem Suicidversuch. Der Versuch bleibt ein Versuch, er lebt weiter, aber er hat durch diesen Versuch köperliche Schmerzen bekommen, also wird er jetzt von meiner Äussserung gefoltert.

Gut, jetzt will ich mich mit den Folterspielen befassen, und ihr werdet merken, es sind gar keine Spiele, aber ich habe sie nur so genannt, weil ich sie als Jugendlicher mit meinen Freunden durchgespielt habe, aber freiwillig. Dabei ist niemand zu Tode gekommen. Ich denke, mache werden sich sagen, wäre er damals lieber lachend verstorben, dann hätten wir solchen Stuss nicht zu lesen bekommen.

Es war wie so häufig im Frühjahr, es muss im Mai 1955 gewesen sein, als wir an einer windgeschützten Stelle einen Tannenwaldes lassen, und uns die Sonne auf den Bauch scheinen liessen. Irgendwie kamen wir auf die Idee, wer hält eine Folter am längsten aus. Natürlich war ich der Grosskotz und prahlte, ich sei mit keiner Folter zu überwinden, und ich würde keine Folter spüren. Gesagt getan. Natürlich wurde ich gefesselt, und dann begann der Spass, aber für die anderen.

Zuerst wurde in meine Nasenflügel ein kleiner Grashalm eingeführt, der leicht durch das Nasenloch gezogen wurde, und dann begann der halm in der Nase zu kitzeln. Anfangs ging es noch, aber dann wurde das Kitzeln sehr schlimm. Dann hörte man oben auf. Mir wurden die Schuhe und Strümpfe ausgezogen, es ist keiner umgefallen, denn ich hatte mir am Vortage die Füsse richtig gewachsen, weil die Schuhe nicht mehr passten. Aber dann begannen sie, meine Füsse festzuhalten, und einer begann mit einer Feder über die Fusssohlen zu fahren, immer sehr leicht, aber die Wirkung war ungeheuer. Ich tobte, weil es derart kitzelte, dass ich kaum noch Luft bekam. Sie hörten dann auf.

Ich habe natürlich diese Folter nicht ausgehalten, aber es war ein schönes Erlebnis.

Der Weg ist das Ziel.

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