Donnerstag, 18. September 2008

Finanzkrise

Die Finanzkrise in der USA ist derzeit in aller Munde. Ich habe mir auch so einige Gedanken darüber gemacht, und ich habe mich gefragt: wie konnte es zu dieser Fi­nanzkrise kommen, und wieso kommt es eigentlich zu derartigen Krisen?

Ich habe mir früher immer vorgestellt, wenn Bankleute das Geld anderer Menschen verwalten, dann sind sie besonders verantwortungsvoll. Bis zu einer gewissen Zeit hatte ich immer das Gefühl, dass meine Annahme stimmte. Wenn ich hörte, dass sie bei der Kreditvergabe immer entsprechende Sicherheiten von dem Kunden verlang­ten, wenn dieser einen Kredit beantragte. Bei uns in Deutschland war dies immer so, aber gut, einem freund verlieh man bestimmt einen Kredit, auch wenn er keine ent­sprechenden Sicherheiten vorweisen konnte.

Jetzt kommen die Hintergründe so langsam an die Öffentlichkeit, und man ist irgend­wie geschockt, wie leichtfertig Kredite in den USA an Bürgern vergeben wurden, die selbst schon zu dieser Zeit erhebliche Schulden hatten, und früher bei uns in Deutschland nie kreditwürdig gewesen wären. Aber man hat weiterhin Kredite ver­geben, so nach dem Motto: Augen zu und durch. Das sollte aber nicht die Art und Weise sein, wie ein Bänker das fremde Geld verwaltet. Jeder Bänker hat sich doch zur Aufgabe gestellt, die Wertanlagen, die seiner Bank übergeben werden, zu ver­mehren, also das Guthaben des Bankkunden zu vermehren, dabei bekommt er auch genügend an Guthaben ab.

Doch hier kommt der springende Punkt oder das hüpfende Komma. Der Bänker will mehr als nur das Geld, das er für seine Arbeit bekommt, es tritt die Gier auf, und dann wird es gefährlich für den Finanzmarkt.

Aber was verstehe ich eigentlich von der Gefahr für den Finanzmarkt? Ich selbst bin kein Bänker, sondern ich versuche meine Gedanken laienhaft auszudrücken, aber die Gier nach Reichtum ist unermesslich in einem Menschen, besonders dann, wenn er diesen Reichtum gerochen hat. Der Bänker beginnt an zu pockern, also er beginnt mit dem Spiel. Anfangs werden noch die Risiken beachtet, aber dann kommt der Zeit­punkt, jetzt gehe ich in die Vollen, egal, ob ich untergehe oder den grossen Raibach mache.

Für mich steht aber auch fest, dass nicht nur die Bänker an der Finanzkrise Schuld haben, sondern auch die Anleger, insbesondere die, die an der Börse mit Unsummen von Aktien spielen, es sind die Spekulanten. Diese Herren haben kein Verantwor­tungsbewußtsein gegenüber der Menschheit, sie sind sozial sehr tief einzustufen, wenn es so sehen will. Aber für sind die Spekulanten krank, sie haben kein Ego und wollen durch ihr spekulatives Verhalten zu einem Ego kommen, so nach dem Motto, je mehr gewinne oder verliere, umso öfter bin ich im Munde aller Menschen.

Für mich ist es wichtig, dass das Geld nur meinen Lebensunterhalt sichern soll, denn das Geld ist zu nichts anderem da, denn es ist doch wichtig, eine gute Bildung zu ha­ben, die bekommt man nicht mit der Gier nach Reichtum.

Was wird uns diese Finanzkrise bringen? Garantiert wieder eine neue Finanzkrise, weil die Menschen nie aus der Vergangenheit lernen, sondern nur ihren Blick in die Zukunft richten. Aber die Vergangenheit ist gleichzeitig die Zukunft, das sieht man in der Finanzkrise, die es schon in den 20-zigern Jahren gab. Es wird immer kleine Fi­nanzkrisen geben, weil es auch Spekulanten gibt. Wohin das Geld fliesst, bestimmt in die Taschen weniger. Ich bekomme bestimmt nichts ab.

Der Weg ist das Ziel, aber nicht über die Gier.

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