Dienstag, 2. September 2008

Der Zahnarzt

Wenn man Zahnschmerzen hat, was macht man dann, dann geht man zum Zahnarzt. Früher gingen die Leute, besonders die auf dem Lande, zum Schmied, denn er konnte die Zähne gut und schnell ziehen, und sein Honorar war günstig. Heute geht man lie­ber zu einem niedergelassenen Zahnarzt, wenn man keine Zeit hat, oder die Schmer­zen so gross sind, dass man unter diesen Schmerzen leidet.

Ich war heute auch bei einem Zahnklempner. Früher war ich bei diesem Doktor ge­wesen, aber wir haben uns gleich erkannt und gut verstanden, so etwas gibt es wirk­lich. Zuerst durchwühlte er meinen Mund, und er untersuchte dann die Empfindlich­keit meiner Zähne, besonders ein Zahn war sehr empfindlich.

Als ich so auf dem Stuhl sass, dachte ich, so etwas wie die Empfindlichkeitsprüfung konnte man auch bei anderen Menschen machen, die man nicht besonders gut leiden kann. Aber wer wird sich schon freiwillig auf einen Zahnarztstuhl setzen, den Mund aufmachen und dann mir gestatten, den Mundraum und die Zähne zu untersuchen? Gerade mir? Kein Mensch, die würden höchstens aus dem Stuhl aufspringen, die Po­lizei, Feuerwehr und UNO zur Hilfe herbeirufen.

Ich aber war tapfer und habe die Folter über mich ergehen lassen, aber meine Ge­danken waren immer beim Zahnarzt, und ich wünschte im dasselbe, was er mir im Augenblick antat. Aber dem Zahnarzt ist nicht passiert.

Als der Himmel meine Tapferkeit sah, wie ich unter der Folter litt, und ich trotzdem standhielt, und der Folter trotzte, bekam der Himmel Tränen, er weinte fürchterlich und es regnete.

Ich sah zum Himmel hinauf und sagte ihm in Gedanken, mein freund vergiese keine Träne mehr, denn es ist vorüber. Daraufhin strahlte der Himmel, sah mich an und sagte zu mir: „ Oh edler Zwergenkönig, deine Tapferkeit ist legendär und sie wird in die Ewigkeit eingehen, und sie wird den Platz neben den vielen tapferen Vorgängers von dir finden, die auch so ausgeharrt haben und so tapfer waren wie du.“

Ich sandte dem Himmel darauf ein E-mail, und in der bedankte ich mich für seine Teilnahme an die Zeit meiner durchlebten Folter.

Der Weg ist immer das Ziel, denn nur über ihn wirst du Ziel finden.

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