Sonntag, 10. August 2008

Olympia in China

Alle Jahre wieder kommt Olympia nicht, sondern erst alle vier Jahre. Wenn die Wahl heransteht, an wem soll die nächste Olympiade vergeben werden, dann rufen viele: „hier“, wir richten die Spiele aus. Man bewirbt sich um die Spiele, aber da viele die Spiele ausrichten wollen, müssen sich die Anwerber mit allem Möglichen bewerben, und danach entscheidet eine Jury, wer die olympischen Spiele bekommt.

Die Ausrichtung der Spiele kostet sehr viel Geld, aber die Bewerber können die Kos­ten nicht tragen, also kommt die Staatskasse ins Spiel, der liebe Steuerzahler, auch der, der sich für diese olympischen Spiele nicht interessiert. Warum sollte man sich auch dafür interessieren, nur weil einige gedopte Berufssportler Leistungen bringen, die über das normale Maß hinausgehen? Die Sportler sollen in ihrer freieit Sport be­treiben, das wäre gesünder. Die für die olympischen Spiele vergeudeten Gelder könnten anderweitig eingesetzt werden für soziale und gesundheitliche Zwecke. Ich möchte hier einmal daraufhinweisen, dass der Freizeitsport für die Gesundheit eines Menschen besser und gehaltvoller ist, um sich fit zu halten, als der Hochleistungs­sport, denn letztendlich zahlt der Berufssportler drauf, wenn seiner Gesundheit.

Verlassen wir einmal mein Herumgemosere, und ich wende mich jetzt den olympi­schen Spielen in China zu.

China ist ein kommunistisches Land. Es herrscht dort eine Partei, die gleichzeitig Staatspartei ist und die einzige. Es gibt keine anderen Parteien, also herrscht in Chi­na das Einparteiensystem. Um sich zu profilieren, hat sich Peking, also China, um die Ausrichtung der olympischen Spiele beworben und auch bekommen. Damit hat sich für China ein Wunsch erfüllt, einmal Gastgeber für die ganze Welt zu sein. Das ist auch in Ordnung. Doch jetzt kommen einige Dinge ins Spiel, die China deutlich als undemokratischen Staat zeigen, siehe die Verletzung der Menschenrechte in Ti­bet, aber auch im eigenen Land, Zwangsumsiedlung von Menschen u.a.

Aber was mir besonders auffiel, war der Hickhack um die Pressefreiheit. Die chinesi­sche Regierung wollte durch Zensur die Pressefreiheit unterbinden, weil sie eine Be­richterstattung von den olympischen Spielen nach ihren Vorstellungen wollten. So kann man kein großes Sportereignis wie die olympischen Spiele kommentieren, wenn jemand Vorschriften macht, wie und was gesagt wird, ja noch vorschreibt.

Dass die chinesische Regierung die Pressefreiheit unterbinden will, das ist mir klar, denn eine freie Berichterstattung bringt auch die negativen Seiten dieses Landes und dieser Regierung zum Vorschein, und das will man unter allen Umständen vermei­den, weil die chinesische Regierung zeigen will, wie perfekt die olympischen Spiele abgelaufen sind, und gleichzeitig als Beweis erbringen, dass nur eine kommunisti­sche Regierung oder ein kommunistisch regierte Land, zu dieser Perfektion kommt.

Gut, jedem das Seine, aber wir anderen Menschen sind nicht blöd und unsere Be­richterstatter auch nicht, die werden schon das richtige Filmmaterial zeigen und dar­in das Land und die Menschen zeigen. Der Kommunismus zeigt sein fieses Antlitz, wenn alles mit Verboten belegt wird und das ganze Volk und der Sport überwacht werden. Lieber kein Kommunismus und kein Sozialismus, wenn etwas Soziales dann eine Demokratie für den Menschen und auch weg von den Konservativen und Geld­säcken. Lassen wir eines Tages zu und hoffen, dass die Menschen auf dem ganzen Planeten die Früchte der Freiheit ernten, ob es bis dahin zu spät ist, das weiss ich nicht, ich hoffe nicht. Ich Grüße das chinesische Volk, und habt Geduld, denn auch eurem Volk winkt die Freiheit.

Ich gebe zurück an Radio Zwergistan.

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