Mittwoch, 30. Juli 2008

Studium zum Imam

In Niedersachsen soll es bald möglich sein, dass Menschen, die islamischen Glau­bens sind, an der Universität ein Studienfach belegen können, wo sie ein Studium zum Imam ableisten können.

Für deutschland ist es ein großer Schritt in die Gleichberechtigung von Religionen, aber es ist eigentlich nichts Besonderes, weil die drei großen Weltreligionen: Juden­tum, Christentum und Islam eine Wurzel haben, aus der sie stammen. Jesus war jüdi­schen Glaubens und er wollte auch in diesem Glauben bleiben, weil es der Glaube war, in dem er erzogen wurde. Möglicherweise wollte er den Glauben etwas über­sichtlicher und menschlicher gestalten, so wie man im Christentum auch versucht, Gemeinsamkeiten in beiden christlichen Konfessionen zu finden, was möglich ist, aber nicht richtig versucht wird.

Die drei Weltreligionen stehen in einem Wettkampf gegeneinander, besonders das Christentum und der Islam sind Religionen, die sich auf die Missionarisierung stüt­zen, um so mehr Anhänger zu bekommen. Besonders bei den Glaubensgemeinschaf­ten, die man Seken nennt, bemerkt man die Missionsarbeit deutlich. Ich kann natür­lich nur vom Christentum ausgehen, weil ich darin aufgewachsen bin, aber für die christliche Kirche gelte ich als Atheist, macht nichts.

Jetzt wieder zurück zum Studium zum Imam in Deutschland. Nun ich finde es gut, wenn auch hier in Deutschland die Möglichkeit besteht, dass Muslime, die sich beru­fen fühlen Imam zu werden, die Möglichkeit haben, den Berufswunsch durch ein Stu­dium an einer Universität sich selbst erfüllen zu können. Hier in Deutschland gibt es momentan keinen Freiraum, der es Muslime ermöglicht, ein Studiengang zum Imam zu beschreiten, weil sich die Bevölkerung größtenteils dagegen verschließt, die Reli­gionsfreiheit, die uns Bürgern gestattet wird, auch den Muslimen zu ermöglich. Ich verweise auf unser Grundrecht der Religionswahl oder auch das Recht zu haben, Re­ligionen für sich abzulehnen.

Wenn ein Muslime das Studium zum Imam aufnimmt, dann ist er davon überzeugt, den Islam als Religion zu studieren, um ein guter Imam zu werden. Das gilt auch für die Priester der christlichen Religion, aber auch für die jüdische Religion, die von den drei Weltreligionen, die ältere ist. Wie alt der Buddhismus ist, das ist mir entfal­len, aber ich glaube nicht älter wie die jüdische Religion.

Aber zurück zu dem Recht auf ein Studium des Islams an einer deutschen Universität, das bedeutet, dass die Gesellschaft in unserem Lande offener wird für fremde Reli­gionen, aber sowie ich die Kirchen der christlichen Religion kenne, werden sie ver­suchen, dass der Plan, ein Studium zum Imam an einer deutschen Universität zu ver­hindern. Es ist indirekt ein Religionskampf, der noch nie aufgehört hat, seitdem die einzelnen Religionen um Mitglieder buhlen.

Aber dass sich die Menschen auf diesem Planeten mehr und mehr von den Religionen entfernen, ist auch eine Tatsache, denn die, die die Religionen vertreten, sind oft nur an ihrer eigenen Macht interessiert. Wer wäre das nicht?

Es wird solange Religionen und Mythen geben, solange die Menschheit auf diesem Planeten Bestand hat, aber das wird nicht mehr lange sein, weil auch wir Menschen von anderen Tieren, die vielleicht intelligenter sind, abgelöst werden.

Doch eines Tages wird auch unser Planeten mit den anderen Planeten sowie der Sonne zu einem Gebilde, das unter vielen unbedeutenen Sonnensystemen in der Milchstrasse sein Dasein fristet. Aber bis dahin sind wir alle schon längst ver­schwunden, aber noch sagen wir nicht: „Gute Nacht“. Also, warum soll eine Weltre­ligion nicht bei uns in Deutschland ihre Imame ausbilden, denn auch die Muslime haben das Recht, priesterliche Trost in schwierigen Zeiten zu bekommen. Wenn man jetzt anführt, die muslimischen Priester seien randikal, dann muß ich sagen, auch christliche Priester können in ihren Ansichten radikal sein, aber selbst die Religion ist nicht radikal, sie wird nur von Menschen in die radikale Ecke gedrängt. Aber al­les ist vergänglich, so auch das Leben aller Menschen, ob sie den jüdischen, christli­chen oder muslimischen Glauben haben, der Tod selbst stört sich nicht daran.

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