Montag, 28. Juli 2008

Selbstmord oder Selbsttötung

Was bedeutet es eigentlich einen Selbstmord zu begehen? Wir wissen das es bei der Tötung von Menschen im Rechtssystem verschiedene Abstufungen gibt, die auch ju­ristisch gewertet werden, aber nach der Vorlage eines Gesetzes.

So gibt es die Körperverletzung mit Todesfolge, der Totschlag und den Mord. Ich be­ziehe mich auf den Mord, weil es ja um den Begriff Selbstmord geht. Mord liegt dann vor, wenn die Merkmale wie Heimtücke, Habgier und die Absicht vorliegt, einen Menschen zu töten, einen fremden Menschen und nicht sich selbst.

In einem derartigen Fall kann man schon von Mord, Todschlag oder gefährliche Körperverletzung mit Todesfälle sprechen, und derartige Merkmale leuchten mir auch ein und dazu stehe ich, denn diese Merkmale unterscheiden die Taten voneinan­der. Und ist das Gute in einem Rechtssystem, das nicht alles über einen Kamm schert, aber bei der Selbsttötung ist es anders, denn hier kann kein Mord vorliegen, denn die Merkmale für einen Mord liegen nicht vor, wenn sich ein Mensch selbst tö­tet.

Es ist schwierig diesen Begriff aus den Köpfen der Menschen und damit aus einem rechtsstaatlichen System herauszubekommen, wenn dieser Begriff von der christli­chen Religion, also von der Kirche, geprägt wurde.

In den christlichen Konfessionen war der Selbstmord eine Totdsünde und der Selbst­mörder durfte nicht auf dem Friedhof begraben werden, sondern ausserhalb des Friedhofes, an dessen Mauer. Heute ist es nicht mehr der Fall, einen Menschen, der sich selbst getötet hat, ausserhalb der Friedhofsmauer zu beerdigen.

Da die christliche Religion von der Lehre ausgeht, was Gott dem Menschen gegeben hat, darf der Mensch selbst nicht zerstören. Doch hier scheiden sich die Geister, wenn man bedenkt, was die Wissenschaft über das Leben aussagt, und wie sie zu dem Glauben steht, obwohl es viele Wissenschaftler gibt, die doppelzüngig sind: einer­seits behaupten sie, einen Gott gibt es nicht, aber heimlich zu dem Glauben stehen, und Gott um verzeihung beten.

Ich möchte hier weiter über die Begriffe „Selbstmord und Selbsttötung“ meine Ge­danken von mir geben.

Ich denke, die Selbsttötung geschieht immer dann, wenn man glaubt, man habe kei­nen Ausweg aus der Aussichtslosigkeit des Lebens, aber dann gibt es immer einen Ausweg, mag er noch so klein und noch so versteckt sein, aber er ist da. Das behaup­ten dann die Priester, aber auch die Psychologen und Psychiater. Es kann sein, dass ein Priester oder ein Psychologe oder Psychiater einem Menschen, der Selbsttö­tungsgedanken mit sich herumträgt, helfen kann, den Lebenspfad wiederzufinden, das gibt es bestimmt und warum auch nicht, denn man muss versuchen, Menschen, die gefährdet sind, zu helfen. Jetzt natürlich unabhängig davon, ob man es langfristig auch schafft.

Ich denke den Begriff „Selbstmord“ sollte man fallen lassen oder streichen, denn dieser Begriff hat etwas abstossendes an sich, aber den Begriff „Selbsttötung“ sollte an eher gebrauchen, wenn man es müsste. Ambesten sagt man in einer derartigen Si­tuation: der Betreffende sei verstorben, und wenn es einer wissen will „wie“, dann kann man sagen, er hat sich selbst getötet. Damit wird nur gesagt, er hat sein Leben ein Ende gesetzt, weil er es wollte. Wir haben kein Recht, nachzuforschen, warum sich ein Mensch das Leben nimmt, denn es ist seine Sache, es zu tun. Sterben werden wir alle, ob auf natürliche oder unnatürliche Art. bei der unnatürlichen Art entscheidet das Gesetz, ob ein anderer Mensch am Tod eines Menschen Schuld ist.

Aber wir sollten auch die Ansichten anderer Menschen respektieren, wenn sie eine Selbsttötung als Todsünde ansehen. Jeder Mensch kann darüber entscheiden, was er aus seinem Leben macht, obwohl er den Zwängen der menschlichen Gesellschaft un­terworfen ist, aber auch der Natur, die ihn bis zu seinem Ableben altern lässt.

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