Donnerstag, 24. Juli 2008

Manager

Was soll eigentlich ein Manager machen? Er ist für die Führung eines Konzerns ver­antwortlich, also wird er die Fähigkeit haben, kaufmännisch zu denken und zu han­deln, aber auch Menschen zu führen.

Ein Manager muß immer bedacht sein, Gewinne für den Konzern zu erzielen, die richtigen kaufmännischen Entscheidungen zu treffen, aber er muss auch die Ar­beitsplätze der Mitarbeiter erhalten und sichern.

Ich habe den Gewinn an die vorderste Stelle gesetzt, aber ohne entsprechenden Ge­winn können keine Arbeitsplätze erhalten werden, und darum ist kaufmännisches Denken in jeder Situation der Entscheidung erforderlich.

Ein wirklicher Manager hat viel Verantwortung für den Konzern zu tragen, aber die­se Verantwortung bezieht sich nicht nur auf das Erzielen von Gewinnen, sondern auch um die Erhaltung von Arbeitsplätzen. Doch daran scheitert meistens ein Mana­ger, weil der nur an das Erzielen von Gewinnen interessiert ist, denn je mehr Gewin­ne erzielt werden, umso mehr ladet von diesen Gewinnen in seiner Brieftasche.

Es gibt nicht mehr die soziale Verantwortlichkeit für den gesamten Konzern, sondern die Interessen liegen nur noch bei jedem selbst, sich selbst zu bereichern.

Die Vorstände, so ist mein Gefühl, haben keine Ahnung von volkswirtschaftlichem Denken und Handeln, denn ihnen müßte bekannt sein, man kann nur dann gewinne erzielen, wenn viel Ware gekauft wird, wenn der Konsum des Einzelnen steigt, aber auch der Kunde benötigt ein Einkommen, um dieses ausgeben zu können. Hat er einen Arbeitsplatz, so verdient er auch, und mit diesem Verdienst ist er in der Lage, jede Menge an Produkten zu kaufen. Hat er keinen Verdienst, weil er seinen Arbeits­platz verloren hat, dann kann er keine Produkte kaufen, sondern ist nur darauf be­dacht, sein Geld, was er noch hat, sparsam für das Überleben einzusetzen. So liegt das gesellschaftlich Übel in der Person und im Verhalten eines Manager, der volks­wirtschaftlich unfähig ist, die Geschicke eines Konzerns positiv zu lenken.

Unsere Vorfahren hatten ein gutes System in ihrer Horde. Derjenige, der zum Anführer dieser Horde ernannt wurde, oft hat einer auch selbst zum Anführer ernannt, mußte ständig dafür sorgen, dass die Horde etwas zum Kauen hatte, sonst gab es Zoff. Nun gut, wenn gerade ein Hordenmitglied starb, verschwand es in den Mägen der noch lebenden Menschen der Horde. Aber hier war der Anführer schon Manager eines Unternehmens, das Horde hieß. Anfangs waren es die körperlich-starken Männer, die den Anführer spielten, aber später kamen auch die zum Zuge, die intelligent genug waren, eine Horde gut zu führen, indem sie den Horde genügend Nahrungsmitteln beschafften und für die Sicherheit der Horde sorgten.

Im Prinzip ist es heute auch nicht anders. Der Manager ist heute der Hordenführer der Horde mit dem Namen Konzern. Er muß ständig dafür sorgen, dass die Mitarbeiter genug verdienen, um ihre primären Bedürfnisse wie Essen und Trinken erfüllen zu können, was teilweise nicht klappt, weil sich die Vorstände zusammen mit den Manager aus der Firmenkasse reichhaltig bedienen, obwohl genügend Geld da wäre, um mehr für die Mitarbeiter zu tun. Natürlich tun sie etwas für die Mitarbeiter, diese werden dann entlassen, wenn der Konzern sehr hohe Gewinne macht.

Früher machte die Horde, wenn der Anführer korrupt war, man nannte es früher anders, er bedient sich an unseren gemeinsamen Nahrungsmitteln, dann fiel der Anführer in eine Steinaxt oder in einen Spiess, natürlich aus Versehen.

Gut, heute kann man es auch machen, aber es sieht doch irgendwie primitiv und zu einfach aus. Aber der Selbstjustiz stehen Gesetze entgegen, was natürlich gut so ist, aber es sollten auch die Gesetze greifen, die für die Korruption gelten sowie Bestechung und Bestechlichkeit, aber da läuft eigentlich garnichts.

Es ist immer schwer, Manager zu entlassen, weil dann der Konzern hohe Abfindungen an den scheidenden Manaer zahlen muss. Mir selbst ist es noch immer unklar, warum die Verträge nicht so gestaltet werden, daß ein Manager leer ausgeht, wenn er einen Konzern in die Pleite führt.

Ich bin jetzt schon älter, darum gibt es für mich nur noch eins, ständig zu lästern, weil es Spass macht. Die Erde dreht sich um sich selbst, dann um die Sonne und um das Zentrum der Milchstrasse. Wir Menschen vergehen und sterben irgendwann aus, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, ein langes Leben zu führen, und wenn es geht, dann auch ohne Konzern und Manager. Sollte die Zeit einmal kommen, in der wir auf uns selbst gestellt sind, dann kommt meine Zeit, die ich noch gut verbringen werden.

Seid mir gegrüsst ihr Erdlinge.



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