Donnerstag, 24. Juli 2008

Gen-Doping

Lange schon habe ich gewußt, dass es wieder Wissenschaftler gibt, die die Ethik in der Forschung verhöhnen, weil sie jetzt versuchen, Sportler mit gentechnischem Ma­terial zu höheren Leistungen zu bringen.

Eigentlich ist es schon schlimm genug, wenn zur Zeit mit dem Blutdoping die Leis­tungen eines Sportlers explodieren, siehe im Radsport oder in den Ausdauersportar­ten der Leichtathletik. Die Kraftsportler haben es mit Anabolika vorgemacht, aber es gibt heute noch Bodybuilder, die das Zeugs schlucken, aber auch Bodybuilderinnen.

Ich habe in den Medien, bei Euro-Sport gesehen, wie man heimlich chinesische Ge­wichtheber beim Training filmte. Ich war erschrocken, denn manche sahen wie kleine Monster aus, weil sie gentechnisch verändert wurden, denn das geschieht durch die Vergabe von Stammzellen, die extra gezüchtet werden.

Wenn ich darauf auswäre, meine sportlichen Leistungen auf ein Höchstmaß zu brin­gen, dann müßte ich geügend Dollar oder Euros haben, etwa 30 000, um in China diese Stammzellen zu kaufen. Ein Arzt hätte keine Schwierigkeiten, diese Stammzel­len in meinen Körper einzuspritzen.

Die Forschung mit Stammzellen wird eigentlich schon lange betrieben, weil man zu dieser Zeit die Erforschung von Veränderungen der Gene von Pflanzen wissenschaft­lich vorantrieb, mit der Aussage, man wolle die Hungersnot der Menschheit beseiti­gen, aber etwas Anderes ist daraus geworden. Mit der Gentechnik wollte man nur die Pflanzen genetisch verändern, um Triebstoff für die Autoindustrie zu erhalten, aber zufälligerweise sind diese Pflanzen auch die Grundlage für die Grundnahrungsmittel der Menschen.

Ich weiß nicht, wie das Getreideprodukt schmeckt, das aus genverändertem Getreide gewonnen wird. Trotzdem wird das Rohprodukt für das Hauptnahrungsmittel der Menschen knapp, weil man dieses Produkt für die Herstellung von Treibstoff benö­tigt. Die Pries für Nahrungsmittel klettern nach oben und die Armen werden verhun­gern, nur weil profitgeile Menschen an sich selbst denken.

Das war nur ein kleiner Ausflug in eine andere Abteilung der Wissenschaft, aber sie hängt mit der Erforschung menschlicher Stammzellen sehr eng zusammen, sowie das Klonen von Tieren, denn jetzt sind es noch Tiere, wann werden Menschen geklont?

Vor über dreißig Jahren gab es das erste Retortenbaby. In einem Regenzglas würden das weibliche Ei mit männlichen Spermen zusammengebracht, also ein weibliches Ei wurde ausserhalb der Gebärmutter befruchtet.

Eine wirklich nützliche Vorgehensweise, um kinderlosen Elterpaaren den Wunsch zu erfüllen, auch ein Kind zu bekommen. Wirklich, hier hat die Wissenschaft etwas er­forscht, was zum Nutzen der Menschheit ist. Auch die Forschung mit Stammzellen, auch aus der Nabelschnur eines Neugeborenen, hat ihren Sinn in der Hinsicht, daß mittels Stammzellen die Möglichkeit besteht, Organe für den Menschen zu züchten oder Krankheiten erfolgreich zu therapieren, was bei einigen Krankheiten heute nicht möglich ist. Hinter diesen Forschungen würde ich auch stehen, aber mit Stammzellen Menschen zu dopen, damit sie höhere Leistungen bringen, als Superath­leten gelten, das ist ein Verbrechen an den Sportler und auch an den Menschen, denn es wird nicht nur bei der gruppe der Sportler bleiben, auch andere Menschengrup­pen könnte man dieser Therapie unterziehen. Nämlich das Militär fällt mir besonders im Auge. Die Soldaten könnten durch eine Stammzellentherapie zu Monster werden, das würde sich dann so ausdrücken, dass sie jeden befehl befolgen würden, auch einem Mordbefehl. Aber auch die Verbrechersyndikate hätten die Möglichkeit, Killer durch die Stammzellentherapie heranzuzüchten.

Mich befällt bei dem Wort Stammzellentherapie ein ungutes Gefühl, vielleicht bin ich zu sensibel, um nur das Gute zusehen, aber ich habe schon einiges gesehen und er­lebt, was immer zwei Seiten hatte eine“gute“ und eine „böse“. Ich hoffe nur, die forschenden Wissenschaftler und die Menschen, die die Stammzellentherapie einset­zen, handeln zum Wohle der Menschheit und unserer Umwelt, das wäre mein größter Wunsch.


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