Mittwoch, 25. Juni 2008

Veränderung des Erbgutes

In den Medien hatte ich heute gelesen, daß sich im Verlauf des Lebens, das Erbgut verändern würde. Bei mir tauchte gleich die Frage auf: stimmt das überhaupt, oder wollen einige Doktores wieder einmal auffallen, auf jeden Fall für den Augenblick, aber über längere Sicht wird diese wissenschaftliche Äußerung ganz verschwinden, als wenn sie überhaupt nicht da gewesen wäre.

Aber ob die Äußerung eines Profilsuchenden wirklich ernst gemeint sei, daß bezwei­fel ich, weil es oft nur darum, den Sponsoren der wissenschaftlichen Institute Ergeb­nisse zu bringen, gut jetzt hat man ein Ergebnis, es wird veröffentlich, danach ver­schwindet es in den Papierkorb und wird nicht mehr gesehen.

Aber gibt es wirklich im Laufe eines Lebens, insbesondere beim Menschen, eine Ver­änderung im Erbgut? Ich denke nicht, weil diese Veränderung keine Veränderungen im Erbgut sind, sondern erworbene Merkmale geben sich zu erkennen.

Nehmen wir einmal ein Beispiel: ihr kennt alle die Männer und Frauen oder auch umgekehrt, die eine Mucki-Bude besuchen, um ihrem Wahn zu befriedigen, Fitness zu betreiben, aber es geht auch darum, sich Muskeln anzutrainieren, die nicht natür­lich sind. Bei dieser Muskelbildung wird mit Steroiden nachgeholfen, ihr kennt die chinesischen Apotheker: Ana und Bolika. Die Muskeln dieser Menschen sind kein Erbgut, sondern sie haben die Muskeln erworben oder ausgebildet, un diese Muskel werden nicht vererb, sie sind also nicht im Erbgut vorhanden.

Jetzt stolpert man über die obengenannte wissenschaftliche Aussage. Ich kann nur den Kopf schütteln, weil viele oder die meisten oder alle Wissenschaftlicher an der Realität vorbeiforschen. Sie stellen Thesen auf, versuchen diese formgerecht zu be­weisen, und sie bringen anschließend Hirngespinnste zu Papier. Natürlich gibt es auch seriöse Wissenschaftler mit seriösen Studien.

Ich will hier keine Schelte verteilen, aber ich mache, wenn es möglich ist, andere auf diese Ungereimtheiten in den Aussagen aufmerksam. So kann ich meine Ausdauerfä­higkeiten auch nicht vererben, weil ich sie über lange Jahre erworben haben, denn sie schlägt sich nicht in meinem Erbgut nieder.

Jetzt fragt man sich wirklich, was kann vererbt werden? Eigentlich wird alles das vererbt, was im Erbgut ist, also was durch die Evolution in unser Erbgut festgelegt worden ist, das wir weitergeben, um zu überleben. Aber es gibt noch Einiges zu be­achten. Das Erbgut kann schön verändert werden, aber meistens in der Form, daß es geschädigt wird, und daß wir es so auch an die nachkommenden Generationen wei­tergeben.

Irrtümlicherweise wird oft in seinen eigenen Nachkommen bestimmte Merkmale als eigenes Erbgut interpretiert, aber bei einem genauen Hinsehen stellt man dann selbst fest, daß es nur ein Merkmal ist, das die Nachkommenschaft selbst erworben hat oder aus der Urzeit in seinem Erbgut hinübergerettet hat.

Manchmal ist es mir schon wirklich schleierhaft, wie das Erbgut zustande kommt, be­sonders manche Merkmale im Erbgut, die sich bei den Nachkommen zeigen, sind ei­gentlich unbekannt. Ob einer der Vorfahren aus den tausenden von Generationen, die vor uns da waren, das Erbgut über tausenden von Generationen mitgegeben ha­ben. Aber alles ist spekulativ und bringt uns eigentlich nicht an die Quelle heraus, aus der die Evolution das Erbgut schöpft. Ich denke, wir sind von der Evolution ab­hängig, denn eigentlich wissen wir nicht, woher wir kommen und wohin wir gehen, aber alles ist möglich.

Doch wir Menschen spekulieren ständig und meinen, wir wissen alles oder wir erfah­ren alles, doch das ist nicht der Fall. Wir wissen nichts, und das was wir wissen ist nichts zu dem, was es in Wirklichkeit gibt. Solange der Mensch da ist, wird er immer versuchen, seine Neugierde zu befriedigen, was auch gut ist, aber wenn er nicht mehr da ist, dann ist auch die Neugierde des Zweibeiners verloren gegangen.

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