Mittwoch, 4. Juni 2008

Sterben

Was bedeutet eigentlich „Sterben“? Ist es das Glück der Lebenden, irgendwann nicht mehr zu leben, oder Platz zu machen für die Nachkommenden? Ist Sterben ein natürlicher Vorgang, der uns alle auf diesem Planeten trifft, ob wir arm, reich, klug oder dumm sind. Die tatsache ist die, daß wir einmal alle sterben, wenn wir vorher gelebt haben. Natürlich kommen manche Wesen schon tot zur Welt, weil sie schon vorher im Mutterleib gstorben sind. Aber ich befasse mich hier mit den Wesen, die geboren wedren und anschließend leben, bis zu ihrem natürlichen Ableben.

Ich habe mich schonin der Vergangenheit mit dem Sterben beschäftigt, und habe mich gefragt, was bedeutet das Sterben eigentlich, und warum sterben wir? Ich be­ziehe mich auf die Menschen.

Das Sterben bedeutet nichts Anderes, als Platz zu machen für die Nachkommen­schaft. Auch bedeutet das Sterben, daß wir nicht unsterblich sind, also daß ein Alte­rungsprozeß andeutet, daß es bald zu ende ist mit dem, was wir Leben nennen.

Wie sieht dieses Sterben eigentlich aus? Wir Menschen wie alle Wesen auf diesem Planeten und in diesem Universum, altern, das bedeutet, wir werden geboren, leben und werden in diesem Leben älter, ob wir wollen oder nicht. Unser Körper und unse­re Vitalität werden schwächer, und eines Tages steht Gevatter Tod vor der Tür und winkt uns zu, du darfst dich ausruhen. Also gehen wir mit dem Tod mit, der zu diesem Zeitpunkt unser Freund ist, weil er uns von den Altersbeschwerden befreit.

Als junger Mensch denkt man nicht an das Sterben, wenn man älter wird, dann wird die Lebensspanne immer kürzer und man sieht deutlich den Tod am Ende der Le­bensspanne stehen, der uns freundlich zuwinkt und damit andeutet, ich bin da und hole dich ab.

Für den, der stirbt ist das Sterben eine Erleichterung nach einem langen Leben, aber für die Angehörigen ist es ein leidlicher Prozeß der Trauer. Warum soll man um einen Sterbenden trauern, denn man weiß, daß er das leben verlassen muß, weil je­der Mensch das Leben verläßt, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

Sterben ist etwas Natürliches, das sollte eigentlich jeder wissen. Wir wissen es, aber dann, wenn der Tod da ist, dann kommen wir mit dieser Tatsache nicht zurecht. Wir versuchen uns gegen diese Tatsache zu wehren, aber Sinn macht es nicht.

Eigentlich ist Sterben das Glück für die Lebenden. Denkt einmal über diesen Gedan­ken nach. Ich weiß, jeder sieht im Sterben etwas, was er sehen oder nicht sehen will, aber daß das Sterben eine Tatsache des Ablebens eines Menschen ist, das wissen wir, aber warum respektieren wir diese Tatsache nicht, sondern wehren uns gegen diese?

Es ist der Gedanke an der Unsterblichkeit, weil wir Menschen innerlich daran glau­ben. Aber daß der Glauben eine Form von Nichtwissen ist, das ist uns bekannt, trotz­dem akzeptieren wir diese Erkenntnis nicht.


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