Mittwoch, 25. Juni 2008

Schmerzen haben

Dieses Thema habe ich heute aufgefasst, als ich in meine Armbeuge hineinsah und den roten Punkt des Einstiches sah, den ich vor einigen Tagen bekommen hatte. Ich sah mir den Einstich an und dachte über den Vorgang nach. Ich habe keine Schwie­rigkeiten, wenn auch meiner Vene Blut entnommen wird, aber trotzdem dachte ich über das Phänomen „Schmerz“ nach, der noch vor dem Einstich auftritt, wenn man beim Einstich zusieht.

Ich hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren zugesehen, und habe dann regis­triert, daß der Schmerz kurz vorher auftritt, bevor die Nadel in die Vene eindringt. Nun gut, es ist nichts Besonderes, so wird man denken, aber für mich schon, weil ich das als Phänomen betrachte, denn eigentlich, so sagt man allgemein, tritt der Schmerz dann auf, wenn er in den Körper eindringt, also auf Nerven trifft, die dann dem Zentralen Nervensystem, daß etwas in den Körper eindringt. Das Zentrale Ner­vensystem gibt Alarm in Form des Schmerzes.

Dieser Vorgang vollzieht sich erst dann, wenn der Körper einschließlich der Nerven­zellen mit dem eindringenden Gegenstand in Berührung kommt. Soweit ist alles klar, die Nervenzellen melden ihrem Chef dem „Zentralen Nervensystem“ dieses Eindrin­gen eines Gegenstandes, und die Zentrale gibt Alarm in Form eines Schmerzes. Das war mir aus dem Biologieunterricht in der Schule auch klar, und ich hatte mir später keine weiteren Gedanken gemacht, warum sollte ich, aber es ist doch anders gekom­men, weil ich mir doch noch Gedanken über den Schmerz machte, besonders in der Hinsicht, wann tritt der Schmerz auf?

So beobachtete ich bei der Blutentnahme durch den Arzt oder durch eine Kranken­schwester, daß der Schmerz schon vor dem Eindringen der Nadel in die Vene auftritt, und ich machte mir so meine Gedanken, warum es der Fall sei, daß der Schmerz schon vor dem Eindringen der Nadel da ist. Die Nadel ist wird kein Zauberstab, der vor dem Eindringen in die Vene sagt: Schmerz ist da.

Da ich mich in den letzten Monaten auch mit der Hirnforschung beschäftigt hatte, konnte es nur so sein, daß das Gehirn im Voraus erkennt, daß die Nadel in die Vene also in den Körper eindringt, und es meldet dies dem Zentralen Nervensystem, das Schmerzalarm geben soll. Ob jetzt das Auge dem Hirn die Situation vermittelt, wie die Nadel vor der Vene ist und gleich eindringt, das ist auch möglich, ich denke schon, aber mir ist schon einige Male aufgefallen, daß der Schmerz auch dann auf­tritt, wenn man nicht hinsieht, obwohl die Nadel noch nicht in die Vene eingedrungen war.

Das Gehirn nimmt die Funktion des Überwachers ein, und meldet schon voraus, wann das Zentrale Nervensystem Schmerzalarm geben soll. Es ist wirklich ein Phä­nomen, wie der ganze Körper eines Menschen gemeinsam funktioniert, um Feinde des Körpers abzuwehren.

Diese kleinen Dinge, so wie wir sie bezeichnen, üben eine weitgehende Funktion in unserem Leben aus, so daß wir die Möglichkeit haben, zu überleben. Wenn ich auf die Signale meines Körpers achte, aber auch auf die Signale der Natur und meines sozialen Umfeldes, dann habe ich die große Chance, in dieser Umwelt bestehen zu können. Also achtet auch auf die sogenannten Kleinigkeiten, die haben es in sich.

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