Mittwoch, 18. Juni 2008

Lebensfreude wo für

Ich habe vor einigen Wochen einmal über den begriff „Lebensfreude“ nachgedacht, weil ich diesen Begriff schon sehr oft hörte, besonders in der Vergangenheit. Aber hier stelle ich mir die Frage: was ist eigentlich Lebensfreude, und wofür soll sie gut sein, und ist sie spezifisch für den Menschen gedacht, oder hat sich der Mensch die­sen Begriff nur ausgedacht, um sich von den anderen Tieren zu unterscheiden?

Ich denke, die Lebensfreude kann nur philosophisch beantwortet werden, oder gibt es noch eine Möglichkeit, woran man die Lebensfreude erkennt: am Leben des Men­schen, wie er sich im Leben verhält.

Es ist schon phantastisch zu beobachten, wie sich die Menschen im alltäglichen leben verhalten und wie sie ihre Lebensfreude ausdrücken, aber jeder Mensch drückt seine Lebensfreude anders aus. Auch ich habe zu unterschiedlicher Zeit eine andere Art und Weise meine Lebensfreude auszudrücken, aber hier kann ich es noch nicht so niederschreiben, wie ich es meine, also auf später, falls es mir gelingen sollte, die Faktoren, die zu meiner Lebensfreude führen, in etwas verständlich auszudrücken.

Lebensfreude kann man nur ausdrücken, wenn man lebt, also richtig lebt, ein Be­standteil des Lebens ist, denn das übersieht man, wenn man sich mit der Lebensfreu­de intensiv beschäftigt. Ich denke, daß wir Menschen bei unserer Geburt nicht nur den Lebenswillen mitbekommen haben, sondern auch Freude am Leben.

Ist die Lebensfreude am Lebenswillen des Menschen gebunden? Jedes Wesen auf die­sem Planeten hat den Willen zu leben, daran geht kein Weg vorbei, denn es muß nach den Gesetzen der Evolution seine Art erhalten, indem er weiterhin Nachkommen zeugt, und diese betreut und in das Leben entläßt. Aber gibt das Elternteil der Nach­kommenschaft auch Lebensfreude mit? Nun gut, das ist eine Frage, die man sich stel­len kann oder auch nicht, aber es ist eine Frage, die ich mir stellen muß, wenn ich et­was über den Grund der Lebensfreude erfahren will.

Ich denke, die Lebensfreude kann nur vorgelebt werden, besonders in den ersten Jah­ren der Kindheit. Ich beziehe mich hier auf die Tierart „Mensch“, zu der ich selbst gehöre. Wenn die Eltern sehr viel Freude am Leben haben, so überträgt sich diese Lebensfreude auf die Nachkommenschaft. Also ist die Freude am Leben ein erworbe­nes Merkmal, es kann nur weitergegeben aber nicht vererbt werden.

Jetzt verlasse ich lieber den genetischen Bereich, weil er nichts bringt, und wende mich dem Leben zu. Ja richtig dem Leben. Denn unser Leben ist ein ständiger Kampf um das Überleben, auch wenn es heute so scheint, das es nicht so sei, aber wir irren uns, wenn wir das glauben. Es gibt immer die Gefahr, daß eine Katastrophe unser Leben belastet, wenn das Nahrungsangebot erheblich vermindert, so daß wir um die Nahrungsmittel kämpfen müssen. Aber wir haben doch eins gelernt, Lebensfreude an den Tag zu legen, um anderen zu zeigen, wie gut es uns geht.

Aber ist es wirklich so, daß man nur dann Lebensfreude ausstrahlen kann, wenn es einem im Leben gut geht oder ist die Lebensqualität die Ursache: von Lebensfreude?

Das Leben ist für jeden Menschen von unterschiedlicher Qualität, denn es richtet sich immer danach, wie die Lebensfreude gehandhabt wird und auf welcher Grund­lage sie sich entwickelt hat.

Die einen sind in reichen Verhältnissen aufgewachsen, und die anderen in ärmlichen, aber ist die Lebensfreude die gleiche, oder haben die Armen eine mindere Qualität an Lebensfreude?

Es liegt letztendlich an jedem einzelnen Menschen, was er unter Lebensfreude ver­steht. Es richtet sich nicht nach arm und reich, sondern nach der seelischen und geis­tigen Einstellung des Einzelnen. Es gibt Menschen mit einer hohen geistigen und see­lischen Qualität, die als Lebensfreude das auffassen, wenn sie ihre gesitigen und see­lischen Reichtümer erweitern können, das bedeutet, die wollen, um Lebensfreude zu bekommen und zu erhalten, immateriellen Reichtum, den ihnen keiner wegnehmen kann. Die anderen Menschen stehen auf materiellen Reichtum, um Lebensfreude zu haben, jedoch besteht bei ihnen die Gefahr, daß der Reichtum ihnen genommen wer­den kann.

Aber jetzt: Lebensfreude wo für? Lebensfreude für das Leben, das Leben als solches leben zu können, in der Freude zu leben.

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