Donnerstag, 19. Juni 2008

Freude haben wie

Ich denke, daß ich damit ausdrücken will, daß man immer Freude am Leben haben muß, denn es gibt dieses Leben nur einmal. Aber haben alle Menschen Freude am Leben, das denke ich nicht. Aber warum nicht?

Es ist ganz einfach, auch keine Freude am Leben zu haben, weil es Situationen im Leben eines Menschen gibt, die die Freude erheblich mindern so wie schwere Krank­heiten, aber auch bei jüngeren Menschen der Liebeskummer.

Viele Menschen meinen, man sollte trotz alle dem immer Freude haben, denn dann sei das Leben zu genießen. Ihr habt etwas gemerkt. Nach meinen Gedanken über die Lebensfreuden tauchen jetzt zwei Begriffe auf wie Freude und Genießen, es ist schon eigenartig, wie die Begriffe aneinanderhängen und sich dann gegegenseitig ergän­zen.

Ich habe oben die drei Worte „Freude haben wie“ geschrieben, weil für mich auch das wichtig ist, wie soll man Freude haben. Auch hier ist es sehr unterschiedlich, die Freude so auszulegen, um wirklich Freude zu haben und wie, auf welche Art und Weise, wie sieht die Freude wirklich aus.

Die individuelle Freude unterscheidet sich von Mensch zu Mensch, denn jeder lebt seine Freude anders aus als sein Mitmensch. Die Freude auszuleben, kann einen po­sitiven oder negativen Widerhall in der Gemeinschaft von Menschen haben, also sind wir eigentlich nicht sicher, wie die Freude, die wir ausleben, von den Mitmenschen aufgenommen wird. So versuchen die meisten Menschen ihre Freude nach den Mit­menschen auszurichten, so etwa: was sagen meine Nachbarn dazu oder was sagt meine Freundin, wenn ich Damenunterwäsche trage, obwohl ich Freude daran habe, diese Unterwäsche zu tragen.

Hier sieht man, daß sich der Mensch im Ausleben seiner Freude immer nach anderen Menschen richtet, was sagen die dazu. Aber ist die Freude nicht individuell zu be­trachten? Natürlich muß ich die Freude individuell betrachten, denn eine kollektive Freude gibt es von Natur nicht, auch wenn gemeinsames Lachen als kollektive Freu­de empfunden wird, ist dieses gemeinsame Lachen, ein individueller Ausdruck von Freude, weil jedes Individuum den Anlaß zur Freude individuell sieht.

Ich selbst habe sehr viel Freude am Leben, solange ich lebe, aber was kommt da­nach? Ein Siegel mit vielen Fragezeichen, so daß man nicht mehr nachfragt, was dann kommt. Denn wenn man Freude haben viel, dann fragt man nicht danach, wo­her die Freude kommt, sondern man freut sich, daß sie da ist.

Ich denke, daß wir Menschen uns über alles freuen können, und es wäre besser, wenn das Leben, aber besonders unsere Menschheit mehr Anlass geben würde, daß wir uns über alles freuen könnten. Aber solange die Miesepeter oben stehen, die Men­schen kontrollieren und bevormunden wollen, solange gibt es auch wenig Freude für den Menschen.

Für manche Menschen reicht es schon, wenn sie etwas zu essen und trinken haben, einen Platz für ihren Schlaf und Freunde, die schützend ihre Hand über sie halten. Aber solange es den krassen Unterschied zwischen den Menschen gibt, arm und reich, solange wird die Freude am Leben den Menschen nicht erreichen können.

Und wie erreichen wir die Freude, ganz einfach, indem wir Menschen aufeinander­zugehen und uns glücklich umarmen können, weil wir uns sehen. Die Freude benötigt keine materiellen Güter sondern immaterielle. Nur dadurch, daß wir uns glücklich schätzen, können wir Freude verbreiten.

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