Donnerstag, 5. Juni 2008

Durchfall

Ich muß so 11 jahre alt gewesen sein, als ich in der Höchstform meines jungen Le­bens war, besonders wenn es darum ging, Blödsinn zu verzapfen. Es war die zeit, in der es wenig zu essen gab, aber der Magen eines jungen Menschen steht immer kurz vor dem Zusammenschrumpfen, wenn er nichts zu essen bekommt. So besorgt man sich immer etwas zu essen, egal was es ist und vorher es stammt.

Manchmal ist es ein kleines Kännchen Milch, frisch gezapft von einer Kuh auf der Wiese, die der Bauer noch nicht gemolken hatte, aber die gemolken werden wollte. Dann im Sommer das frische Obst, auch wenn es noch nicht richtig reif war, aber der Magen verdaute alles.

So auch eines Tages bei mir. Ich hatte am nachmittag der Vortages Äpfel gegessen, die gut schmeckten, wenn sie auch noch nicht so richtig reif waren, aber sie stillten den Hunger, und das war für mich sehr wichtig.

Der nächste Tag kam, und mir ging es gut wie immer, und ich freute mich auf die Schule und auf den Unterricht, weil man im Unterricht immer so gut nachdenken konnte, was man mit diesem schönen Tag anstellen konnte. So auch an diesem Mor­gen.

Es war in der zweiten Stunde. Ich merkte was, denn man Magen wurde unruhig, und das verhieß nichts Gutes. Ich meldete mich beim Lehrer, daß ich mal müsste, und der kannte mich aus meinem ersten Schuljahr, davon einmal später.

Draußen auf dem Flur ging es noch, aber dann kam es doch noch, so daß ich nur noch die Hose runterbekam und schon war der ganze Darminhalt, der drückte, schon draußen.

Aber da es nicht alles war, was ich schon wußte, lief ich weiter und dann begegnete ich dem Rektor: „

Was ist denn los, Junge?“fragte er.

Ich sagte nur: „Ich habe Dünnschiss.“ Und lief weiter.

Er rief mir hinterher: „Das heißt, ich habe den langen Gang.“

Daraufhin rief ich zurück: „Den habe ich auch schon vollgeschissen.“

Es ist nicht viel passiert. Ich mußte mein Produkt im Gang entfernen, was ich auch tat, aber ansonsten hatte ich die Lacher auf meiner Seite.

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