Mittwoch, 21. Mai 2008

Urvertrauen

Was soll eigentlich dieser Begriff bedeuten „Urvertrauen“? Alles strebt aus der Ver­gangenheit der Menschheit auf uns zu, aber ist es wirklich die Vergangenheit der Menschheit oder ist es nur eine Illusion, die uns von unserem Gehirn vorgegaukelt wird?

Der Begriff „Urvertrauen“ ist wie alle Begriffe, ein abstrakter Begriff, der einfach in den Raum gestellt wird, dann seine Bedeutung bekommt, oder er bekommt mehrere Bedeutungen, so daß man sich ein passende aussuchen kann.

Gibt es wirklich ein Urvertrauen, oder ist es wieder eine Masche von sogenannten Wissenschaftlern, die sich diesen Begriff erdacht haben, um irgendetwas zu haben, mit dem sie arbeiten können? Ich weiß, wie schwer es ist, ohne Hinweis auf einen Be­griff, ein Verhalten von Menschen zu bezeichnen. Aber hier würde es reichen, wenn man nur den Begriff Vertrauen nimmt, um das zu bezeichnen, was man so bezeichnen möchte.

Urvertrauen trifft hier eher auf Kleinstkinder zu, die nach der Geburt zu den Eltern ein starkes Vertrauen haben, die alles, was die Eltern machen, so hinnehmen, als wenn es gut sei und ihnen passt.

Ich sehe in diesem Begriff nur eine leere Hülle von einem Wort, das etwas bezeich­nen soll, was es anscheinend nicht gibt. Das Vertrauen zu anderen Menschen ist da­mit verbunden, daß ein Mensch, der auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist, zu diesen Menschen Vertrauen haben muß, um zu überleben.

Die Menschen haben diesen Begriff hochgeputscht, um sich selbst in Sicherheit zu wiegen, weil sie selbst von der Persönlichkeitsstruktur her, sehr unsicher sind. Aber hilft da auch das Vertrauen? Ich denke nicht, weil der Mensch, der zu sehr auf das Vertrauen zu anderen Menschen abhebt, letztendlich alleine ist.

So ist auch das Urvertrauen ein Begriff, der künstlich vom Menschen erzeugt wurde, der aber im Prinzip mir nichts sagen kann. Ich habe schon nach dem Urvertrauen so­wie nach dem Vertrauen in mir gesucht, aber nicht gefunden. Ich verlasse mich nicht einmal auf die Evolution, weil die Evolution ihren eigenen Weg, ich aber bin nur ein kleiner Teil der Evolution. Ich habe ihr in das damalige Schema gepasst, als ich ge­boren wurde, um zu sterben, und das geschieht irgendwann, aber noch lebe ich, weil es die Evolution es so will.

Das Urvertrauen, diesen Begriff, sollen die benutzen, die meinen, sie könnten ohne ihn nicht auskommen, vielleicht häkeln diejenigen aus Langeweile wieder einen ab­strakten Begriff, der etwas besonderes sein soll, es aber nicht ist.

Eigentlich ist es geistiger Mist, den ich da abgeladen habe, weil er nicht einmal reicht, um einen Quadratmillimeter zu düngen.

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