Montag, 19. Mai 2008

Urangst

Dieser Begriff sagt bestimmt etwas aus, auch wenn er abstrakter Art ist. Wir alle wis­sen, daß der Mensch Angst hat und diese auch von Zeit zu Zeit äußert, oder auch äu­ßern muß.

Aber woher kommt diese Angst und hat jeder Mensch Angst? Jetzt beantworte ich zu­erst den zweiten Teil der Frage, ja der Mensch hat Angst. Es gibt keinen Menschen, der keine Angst hat. Es kann sein, daß die Angst der einzelnen Menschen mehr oder minder stark ausgeprägt ist, aber die Angst ist da.

Jetzt kommt der erste Teil der Frage, und sie besagt, daß die Angst uns angeboren ist. Die Evolution hat uns die Angst als Selbstschutz mitgegeben, weil die Angst uns vor unüberlegten Handlungen schützen soll. Bevor ich handle, denke ich darüber nach, wie ich handeln soll, denn nur so kann ich mich schützen. Die Angst ist der Be­standteil unseres Lebens.

Angst kann uns zu einem Angriff verführen, aber auch zu einer Flucht, damit ist die Angst ein Teil unseres Aggressionspotential, denn nicht nur der Angriff gehört zu den Aggressionen sondern auch die Flucht.

Man kann die Angst auch als Urangst bezeichnen, sowie man es auch in der Wissen­schaft macht, obwohl die Angst als solche nicht unterteilt werden kann, weil die Angst da ist.

Nach meiner Ansicht gibt es keinen Unterschied als solchen, ob Angst oder Urangst, denn wie ich oben schon geschrieben habe, gibt es nur Angst, der eigentlich ein ab­strakter Begriff für das Verhalten von Menschen ist, die sich vor etwas fürchten, die­sem nicht gegenüber treten möchten. Es ist ein Verhalten, das nach einem Schutz sucht, nach einem Schutz vor einer Gefahr. Also ist irgendetwas der Auslöser von Angst oder auch Furcht, und damit auch einer Gefahr, die den Menschen trifft, ihn tötet oder auch verletzt.

Ich empfinde es als eigenartig, aus einem Begriff zwei zu machen, denn uns sollte be­wußt sein, daß es nur Angst gibt, aber keine Urangst. Wir heutigen Menschen haben genau soviel Angst we unsere Vorfahren, möglicherweise etwas mehr.

Die Angst kann auch zu einer Krankheit führen, aber darüber irgendwann mehr. Denn es gibt immer etwas danach, wenn sich eine Verhaltensweise verschlimmert, so kommt es zu einem chronischen Verhalten, welches nicht mehr abzubauen ist. Ich sehe darin die größere Gefahr für einen Menschen.

Ich bin mir immer bewußt, daß mit dem Alter die Angst vor dem Leben abnimmt, auch die Angst vor dem Ableben, denn man hat eine bestimmte Länge der Hiersein hinter sich gebracht. Auch gibt es Schwierigkeiten im Zusammenleben zwischen Kör­per und Seele. Der Körper will nicht mehr die Belastungen des Lebens tragen, aber die Seele sehnt sich nach Ruhe, Entspannung und Ausgeglichenheit, aber das Leben kann nicht manchmal nicht zulassen, weil der Körper überleben will, so kommt es dann häufig zu einer Angst vor dem Leben bis zum Ableben, es ist nicht „Gevatter Tod“ der Angst macht, sondern es sind die körperlichen Schmerzen, die der Mensch als Folter empfindet, die Angst aufkommen lassen.

Auch hier sehe ich die Angst als Schutz vor dem Leben, denn der, der von Schmerzen gequält wird, sucht nach einem schmerzstillenden Mittel. Früher suchten diese Men­schen eine weise Frau, manchmal auch Hexe genannt, auf, um sich schmerzstillende Mittel geben zu lassen, aber heute ist es der Arzt. Die Selbsttötung ist oft auch eine Variante der Angst.

Liebe Menschen akzepiert die Angst, sie hat aber zwei Gesichter, sie kann helfen aber auch vernichten.

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