Mittwoch, 28. Mai 2008

Kalter Krieg um die Arktis

Wieder einmal stand in den Medien die Schlagzeile „Kalter Krieg um die Arktis“. Damit ist der Nordpol und seine Anrainerstaaten gemeint. Angeblich wollen einige Staaten wie Russland, die USA, Kanada und andere, den Bereich der Arktis, beson­ders Grönland, nach Bodenschätzen durchforschen, um diese dann zu bergen. Doch Dänemark, daß Grönland als eigenes Land lange Jahre festhielt, wandte sich dage­gen, daß diese Region durch die Ausbeutung von Bodenschätzen erheblich geschä­digt wird. Da die Grönländer nicht mehr zu Dänemark als Kolonie gehören, sondern mit Dänemark durch Personalunion verbunden sind, auch wenn es nur Eingeweihte wissen, sind die Grönländer ein eigenes Staatswesen, also unabhängig.

Die Dänen unterstützen die Grönlander darin, daß die Insel Grönland sozusagen un­ter dem Aspekt eines Weltkulturerbes steht.

Die Wirtschaftsbosse der Industriestaaten wollen das Schürfrecht für die Boden­schätze auf Grönland und drumherum haben, aber die Grönländer wehren sich ge­gen die Industriestaaten, und werden von Dänemark und anderen Ländern unter­stützt.

Die Dummheit der Wirtschaftsbosse und der mit ihnen durch Korruption verbunde­nen Politiker, ist schon als maßlos zu bezeichen. Wie kann man diese schöne Region verschandeln, nur um etwas an Erzen und Erdöl zu bekommen?

Als ich das las, war mir schon klar, daß die raffgierigen Wirtschaftsbosse vorläufig werden zurückstecken müssen, aber ob das lange anhält? Wer weiß?

Aber die Gier nach mehr Profiten ist kein „Kalter Krieg“, es ist höchstens ein Machtkampf zwischen den Wirtschaftsbossen. Ich hätte dieses nicht als Krieg be­zeichnet, aber die Medien sind auch maßlos in ihren Zielen, immer die besseren Schlagzeilen anzubieten als die Konkurrenz.

Jetzt haben die Staaten, die angeblich die Arktis unter sich aufteilen wollten, einge­lenkt, und zeigen kein Interesse mehr an der Ausbeutung der Arktis, ob das stimmt, sei einmal dahingestellt.

Natürlich wäre ich froh, wenn die Ausbeutung unserer Natur eingeschränkt werden würden. Denn wir haben soviel Abfall erzeugt, so daß wir genügend Material hätten, um neue Produkte anzufertigen, nur muß man kreativ sein, was die Wirtschaftsbosse nicht sind.

Wir sind sehr stark im amerikanischen Wirtschaftssystem gefangen, so daß wir im­mer neue Ressourcen entdecken müssen, diese ausbeuten und dann anschließend die gewonnenen Produkte nach kurzem Gebrauch wieder wegwerfen, aber nicht wieder­verwerten.

Werden die Produkte nach dem Gebrauch wiederverwertet, so könnten wir wieder Arbeitsplätze schaffen, um Menschen in Arbeit und Lohn zu bringen. Aber solange die Gier nach persönlichem Reichtum besteht, wird die menschliche Maßlosigkeit weitere Blüten treiben.

Ihr Erdlinge laßt euren Planeten wieder blühen und schafft so ein Paradies, wenigs­tens für kurze Zeit.

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