Donnerstag, 29. Mai 2008

Gysi und die Stasi

Jetzt versuchen die beiden großen Parteien, CDU und SPD, den Parteivorstand der Linken, irgendwie in Misskredit zu bringen. Gut, Herr Gysi war während der DDR-Zeit Rechtsanwalt in der DDR, und ihm blieb nichts anderes übrig, als auch mit der Stasi, aber auch mit den anderen Behörden in der DDR, zusammenzuarbeiten, um Vorteile für seinen Mandanten zu erhalten. Es kann auch sein, daß er, um mehr an Vorteilen zu erhalten, sich als „IM“ anwerben ließ, ich weiß es natürlich nicht, son­dern muß mich hier auf die Medien berufen, ob die falsche oder richtige Angaben machen, ist nicht gewiss.

Welch ein Machtkampf unter den Politikern. Es ist doch egal, was Herr Gysi wäh­rend seiner Zeit als rechtsanwalt in der DDR machte, und wieviele „IM“ gab es, die heute in den anderen Parteien ihr Unwesen treiben, aber mit dem Wissen der soge­nannten Parteifreunde.

Es ist doch immer das alte Spiel. Nach dem 2.Weltkrieg begann auch das große Ren­nen, um einen Persilschein. Dieser Schein sollte besagen, daß der Besitzer dieses Scheines nur ein Mitläufer bei den Nazis gewesen sei, also sei der Mann oder die Frau völlig harmlos. Nach der Auflösung der DDR sprach man bei den Seilschaften der ehemaligen Funktionäre von „Roten Socken“, aber nach dem 2.Weltkrieg hätte man von den „Braunen Socken“ sprechen können.

Es ist nur eigenartig, daß nach dem 2.Weltkrieg in den großen Parteien die ehemali­gen Funktionäre der NSDAP eine politische Heimat fanden, aber es störte sich nie­mand, sondern alle befanden es rechtens.

Jetzt will man Gysi an das Bein pinkeln, aber der Pinkler muß nur aufpassen, daß man ihm nicht selbst an das Bein pinkelt. Es gibt viele Personen aus der ehemaligen DDR, die irgendwie versuchen, andere Personen, die damals in der DDR bekannt waren, zu denunzieren. Es ist ja bekannt, das Volk der Denunzianten sind die Deut­schen, aber sie verraten nicht die wirklich Schuldigen, sondern häufig Schuldige. Warum, das weiß ich nicht.

Das Herr Gysi einen guten Kontakt zu den Behörden in der DDR hatte, darüber hatte ich schon geschrieben, aber jetzt hat er mit der „Linken“ einen größeren Erfolg bei den Wahlen, da kommt Neid bei den großen Parteien auf, und dann muß Herr Gysi als „IM“ vorgeführt werden, um ihn bei den Wählern unglaubwürdig zu machen.

Die frühere „Gauck-Behörde“ macht sich da zum Komplizen. Ob Herr Gysi wirklich ein „IM“ von der Stasi gewesen sei, ist mir nicht bekannt, aber man kann auch Un­terlagen fälschen.

Bei der Fälschung von Unterlagen denke ich an die Vergangenheit in Deutschland, besonders nach dem Krieg sind viele Täter untregetaucht, indem sie gefälschte Per­sonalien bei sich hatten. Andererseits sind Täter unter ihrer alten Identität herumge­gangen, sie haben sich nicht versteckt, und was ist passiert? Ihnen ist nichts gesche­hen, außer wenn die Anschuldigungen so massiv waren, daß die Behörden nicht an­ders konnten, den Täter in gewahrsam zu nehmen, aber die Täter waren dann schon untergetaucht, und das mit Hilfe von Angehörigen der betreffenden Behörden.

Herr Gysi ist ein kleines Licht wie auch die, die während des 3.Reiches nur Mitläufer waren, weil nichts dazu konnten, denn sie mußten in Organisation der Nazis, um ih­ren Beruf zu behalten, und um damit den Unterhalt für die Familie zu sichern.

Man sollte die Akten ruhen lassen, und nur diejenigen an die Öffentlichkeit hervorho­len, die während der DDR-Zeit Verbrechen begangen haben.

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