Donnerstag, 8. Mai 2008

Beten und Liebe

Mit diesen beiden Begriffen habe ich mir etwas ausgesucht, was man in die Nähe der Kirche oder des christlichen Glaubens bringen kann. Obwohl auch bei den Christen das Beten anstatt der Liebe im Vordergrund steht. Mit Liebe meine ich nicht den Ge­sellschaftsverkehr, den viele Menschen als solchen meinen, wenn sie es mit einer Frau treiben, hier geht es um die Vergebung.

Jetzt ist Frau Eva Herman wieder mit einem neuen Buch aufgetaucht, in dem sie wie­der die Emanzipation der Frauen anprangern, besondern auf Schwarzer ist hier in ihre Schußlinie geraten. Sie bezeichnet diese Frau, die sehr viel für die Emanzipation der Frauen getan hat, als Satan, als schwarze Seele, aber gleichzeitig vergibt sie die­ser Frau und betet für deren Seelenheil.

Ich weiß nicht, ob Frau Herman sehr gläubig ist, oder ob sie jetzt sich erst in die re­ligiöse Ecke drängt, weil sie sich mehr davon verspricht? Oder könnte es möglich sein, daß sie sich nach ihren bisherigen Büchern, von deren Veröffentlichung sie sich etwas versprach, in ein seelisches Chaos geraten ist, weil die Kritik gegen den Inhalt dieser Bücher sehr negativ war. Na ja, wenn man nichts von der deutschen Geschich­te versteht, dann sollte man verschiedene Passagen auslassen, die man bei uns in der Öffentlichkeit nicht gerne hört oder hören will, ausgenommen die Rechtsradikalen, die auf derartigen Äußerungen einer Frau stehen, weil sie mit diesem Weltbild erzo­gen wurden, es fehlte noch die Passage für die Rechtsradikalen, von Gewalt in der Ehe und Familie.

Frau Herman sollte einmal über das partnerschaftliche Verhältnis von Mann und Frau in der Ehe und Familie nachdenken, denn die Frau steht gleichberechtigt neben dem Mann. Der Mann ist nicht der Übervater der Familie und bestimmt nicht das Le­ben in der Familie, denn er ist nur ein Teil der Familie und nicht mehr und weniger.

Sie hätte viel früher für sich und ihre Familie beten sollen, dann hätte sie auch die Liebe von Menschen erfahren, die ihr näher stehen als andere Menschen. Wenn ich bedenke, wie oft Frau Herman verheiratet war, dann stelle ich mir wieder die Frage: Warum hat sie dann so oft geheiratet? Leider habe ich keinen Einblick in ihre Ver­gangenheit, weil dort das ruht, was sie heute scheinbar belastet.

Warum will sie jetzt für andere Menschen beten, was doch früher anscheinend nicht getan hat? Und dann will sie alle Menschen lieben, sprich vergeben, die ihr Böses angetan haben? Warum das? Ist Frau Herman jetzt auf einen religiösen Trip, oder sucht sie Vergebung durch Gott und seine Gnade, wenn sie vor seinem Thron steht und Gott sie fragt: „Eva wo warst du, als deine Kinder dich brauchten? Du hast ständig gearbeitet, weil du dich selbstverwirklichen wolltest?“

Wir Menschen stammen aus der Tierwelt, und wir sind noch immer Tiere, auch wenn es viele Menschen nicht wahrhaben wollen, aber die Evolution gibt denen recht, die immer sagen: Tier Mensch. Der Mensch ist kein Heiliger und wird auch kein Heili­ger, auch wenn er betet und liebt. Wie oft sind Gebet und Liebe nur vorgetäuscht worden, um durch dieses Verhalten Vorteile zu erlangen.

Also Frau Herman, beten und lieben sie oft sie wollen, wenn es ihnen gut tut, dann bin ich zufrieden, aber lassen sie die Menschen in Ruhe, die das Beten und Lieben nicht wollen, weil darunter eine Hinterfötzigkeit vermuten, selbst ich traue keinem Menschen.

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