Freitag, 18. April 2008

Zwangsehe

Unter Zwangsehe versteht man die Verheiratung von Kindern, die vorher von ihren Eltern nicht gefragt wurden, einen Partner für die Ehe selbst zu suchen. Die Eltern selber arrangieren die Eheschließung, dabei geht und ging es auch früher darum, daß das Mädchen aus dem elterlichen Haushalt rauskam, einen Mann heiratete, der von da ab für den Unterhalt der Frau sorgte. Wenn Vermögen dazukam, dann wurde das Vermögen mitgeheiratet. Die Kinder hatten kein Mitspracherecht, sie beugten sich dem Willen ihrer Eltern also der Familie.

Bei uns in der westlichen Welt sind Zwangsehen verboten, aber in den orientalischen Ländern wird diese Sitte noch fleißig angewandt.

In den Medien wurde vor einigen Tagen so eine Zwangsehe aufgegriffen und in den Blättern veröffentlich. Im Jemen wurde ein 8-jähriges Mädchen mit einem 22 Jahre älteren Mann verheiratet. Das Mädchen wurde von ihren eigenen Eltern an diesen Mann verkauft. Natürlich hatte die der alte Bock vergewaltigt und auch noch ge­schlagen, er hat alle Gesetze der Menschlichkeit gebrochen, die es zu brechen gab. Es ist schon schlimm, wenn man eine erwachsene Frau schlägt, überhaupt eine Frau schlägt, aber ein 8-jähriges Mädchen, das man gekauft hat und dann als sein Eigen­tum betrachtet, wie kann ein Mensch nur so primitiv sein, aber daran waren und sind Religionen schuld, wenn man überhaupt von einer Schuld reden kann.

Anhand dieses Falles ist es an der Zeit, diese Art von Eheschließungen zu beenden. Es darf keine Zwangsehen mehr geben, weil der Mensch frei entscheiden muß, ob er mit einem Vertreter eines anderen Geschlechts eine Beziehung eingeht oder nicht. Auch ist eine Frau, mit der man eine Ehe geschlossen hat, kein Eigentum, der Mann hat kein Recht, die Frau als persönliches Eigentum zu betrachten.

In der Tierwelt gibt es auch keine Zwangsehen, aber auch keine Ehen, sondern bei einigen Tieren nur eine Partnerschaft für das ganze Leben, aber für die meisten Tie­re war es nur ein flüchtiges Abenteuer mit Folgen, der Nachwuchs.

Wir Menschen haben natürlich etwas Kompliziertes aus dieser Partnerschaft ge­macht, besonders die christliche Kirche, dort muß man fest schwören, „bis euch der Tod scheidet“ erst dann ist man geschieden, also muß man etwas nachhelfen, um zu einer glücklichen Trennung, und das im Sinne der Kirche zu kommen.

Bei uns in den westlichen Ländern hat es früher auch Zwangsehen gegeben, so unter den verwandten Reichen, die ihr Vermögen in der Familie halten wollten, so wurden Cousine und Vetter verheiratet. Ob daraus krankhafter Nachwuchs stammte, war frü­her egal, hauptsache, das Geld blieb in der Familie.

Der Zwangsehe geht meistens das Versprechen der Ehe voraus, weil die Väter ihr junges Gemüse loswerden wollen, der Vater des Mädchen verspricht einem Vater, der einen Jungen hat, daß das Mädchen den Jungen heiratet, wenn sie im heiratsfä­higen Alter sind. Ob sich die beiden jungen Menschen auch lieben, ist den Vätern egal, in der Hauptsache, der junge Mann hat schon etwas zu poppen, wenn er heira­tet, und das weiß er schon vorher.

Den meisten Männern ist es egal, ob sie früh verheiratet werden, sie spüren nicht den Zwang, sie wollen nur den Geschlechtsverkehr mit dem versprochenden Mädchen, alles andere ist ihnen wurscht.

Soviel primitives Denken unter Menschen ist eigentlich sehr erschreckend, denn wie kann man als Mann, der durch kulturelle Einflüsse gebildet wurde, sich auf solche Sachen einlassen. Ich hoffe nur, diese Zwangsehen verschwinden eines Tages, und die Menschen werden glücklicher, weil sie sich lieben und aus diesem Grunde dann eine Beziehung eingehen. Übrigens hat die Achtjährige eine Scheidung von ihrem Mann erreicht, die Ehe wurde geschieden.

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