Dienstag, 8. April 2008

Wissenschaft und Religion

Meistens wird eine Trennung zwischen Wissenschaft und Religion vorgenommen. Warum eigentlich? Die meisten Menschen stehen auf dem Standpunkt, die Religion sei eine Angelegenheit des Glaubens und die Wissenschaft eine Angelegenheit, Er­kenntnisse über die Umwelt herauszufinden. Also soll die Wissenschaft zum Wissen der Menschen beitragen. Die Menschen sind noch immer der Meinung, die Religion befasse sich nur mit dem Glauben an Gott oder an Göttern, aber nicht wirklich mit dem Wissen, denn für die Menschen ist der Glaube kein Wissen, sondern nur etwas Mythisches. Manches im Leben stellt sich später, vorher war es ein Wissen, als My­thos heraus, so zum beispiel, daß der Mensch täglich zwei bis zweieinhalb Liter Was­ser trinken müsse, was nicht stimmt. Durch die hohe Flüssigkeitsmenge wird nur ein hohes Maß an Spurenelementen aus dem Körper geschwemmt, die man nur schwer dem Körper wieder zuführen kann. Es war nur ein kleines Beispiel, wie einige wis­senschaftliche Erkentnisse auch sehr schnell zum Mythos werden.

Wenn man dem Begriff „Wissenschaft“ ausgeht, dann soll die Wissenschaft „Wissen“ schaffen, sie macht es auch, aber inwiefern ist dieses Wissen auch das Wissen, was der Wahrheit entspricht, also richtig ist? Aber lassen wir einmal den Be­griff „Wahrheit“ weg und beschäftigen uns mit Wissenschaft und Religion, weil es auch bei der Religion das ungute Gefühl gibt, was ist da Wahrheit, oder gibt es in der Religion überhaupt eine Wahrheit.

Wenn ich Wissenschaft und Religion so betrachte, dann stelle ich für mich fest, daß auch die Religion eine Wissenschaft ist, sie gehört zu den Geisteswissenschaften. Die Grundlagen der Religionen bestehen aus Legenden von sogenannten Heiligen und deren Schriften, wenn sie sie selber verfaßt haben, aber ich nehme es einmal an. Also muß ich, wenn ich wissenschaftlich im Bereich der Religionen arbeite, dann muß ich zuerst die Schriften lesen, dann verstehen und sie wissenschaftlich auslegen, insbe­sondere um den Inhalt für die breite Öffentlichkeit gedanklich zugänglich zu machen. Es wird auch gemacht, aber in einer sogenannten Geheimsprache „Griechisch oder Latein“, damit die Auslegungen nur Auserwählten zugänglich ist, so ist es irrefüh­rend, wenn man sagt, man mache die wissenschaftlichen Auslegungen der Öffentlich­keit zugänglich.

Aber die Wissenschaften „Physik, Chemie, Biologie usw. veröffentlichen ihre Ergeb­nisse oft in einer Geheimsprache, die auch nur von Wissenschaftlern der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin verstanden werden, aber nicht von dem Laien der allge­meinen Öffentlichkeit.

In dieser Beziehung, das habe ich im Laufe der Jahrzehnte festgestellt, sind sich die Wissenschaften und die Religion ähnlich oder man könnte es auch als gleich bezeich­nen.

Da ich die Menschen sehr gut kenne, besonders ich kenne mich, wenn auch nicht so gut wie ich denke, aber gut genug, dann bezweifle ich oft wissenschaftliche Studien, aber ich bezweifle auch die Auslegung in den Religionen. Bisher habe ich noch keine religiöse Auslegung gelesen, die einwandfrei bestätigen kann, daß ein Gott alles er­schaffen hat. Auch in den wissenschaftlichen Studien der Physik gibt es keinen kon­kreten Hinweis auf die Richtigkeit aller physikalischen Gesetze, meistens nur Theori­en, die jetzt wieder angezweifelt werden, nachdem man theoretisch die Hypo­these erwägt, daß es mehrere Paralleluniversen gibt, und die Hypothese aufgestellt wird, daß es neue Elementarteilchen gibt, die man Strings bezeichnet, die dazu ge­führt haben, daß man sich theoretisch vorstellen kann, daß es mehr als 4 Dimensio­nen geben kann, man glaubt an die 10 oder 11.

Also gibt es auch in der Wissenschaft den Glauben, nicht nur in der Religion. Manchmal habe ich das gefühl, daß unsere Welt nur noch aus einem Glauben be­steht, alles spricht von „glauben sie mir doch“ oder „ der Ehemann sagt zu seiner Ehefrau: glaube mir doch, ich bin nicht fremd gegangen“, denn das bedeutet, wir sollen alles glauben ohne zu wissen, für mich ist es nicht akzeptabel, nur zu glauben, ich möchte es wissen, ich will es nicht unbedingt, denn dieses Wort bedeutet: Gewalt oder Vergewaltigung“, daß möchte ich wiederum nicht.

Alles bleibt nur Theorie, vielleicht auch das Leben, obwohl ich lebe.

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