Dienstag, 15. April 2008

Verbrechen und Krankheit

Ich hatte vor einigen Tagen einen Bericht über die Hirnforschung gelesen, und dabie bin ich dann auf dieses Thema gestossen, was mich doch fasziniert hat, obwohl ich mich vor gut drei Jahrzehnten mit diesem Thema schon befaßt hatte.

Es war auch für mich sehr schwierig, Verbrechen und Krankheit bei einem Täter auseinanderzuhalten, was heute für viele Menschen sehr schwierig ist, oder sie ver­suchen es gar nicht, eine Trennung zwischen Verbrechen und Krankheit zu ziehen, oder wollen auch nicht beides in Übereinstimmung bringen.

Es gibt Verbrechen, die unter dem Einfluß von schwierwiegenden Krankheiten be­gangen werde, weil mir hier gerade einfällt, daß zum Beispiel bei Hirnverletzungen Bereiche des Gehirn verletzt oder zerstört werden, die letztendlich einen Menschen dazu führen können, Verbrechen zu begehen. Ja, so unglaublich es klingt, es gibt wirklich Verbrechen, die von Tätern begangen werden, die unter einer Hirnletzung gelitten haben, oder deren Gehirne in bestimmte Bereich zerstört waren.

Es soll nicht so aussehen, als wenn ich nach einer Entschuldigung für die Verbre­chen dieser Menschen suche, nein es geht um die Tatsache, die Frage zu stellen, ob ein Täter mit einer derartigen Krankheit überhaupt schuldfähig.

Früher hat man sich nicht um diese Frage, ob ein Täter schuldfähig oder nicht schuldfähig ist, gekümmert, sondern der Täter war immer schuldig, besonders dann, wenn er als eigenartig galt, also psychisch krank war oder durch einen Unfall am Kopf verletzt war, hier das Gehirn.

Je weiter die Hirnforschung in die geheime Welt des Gehirns eindringt, umso mehr findet sie heraus, welche Macht das Gehirn hat, ob im positiven oder negativen Sin­ne. Vielleicht werden die Gutachter einmal in der Lage sein, einen Täter besser, das heißt konkreter beurteilen zu können.

Heute steht man vor vielen Verbrechen mit Erstaunen und fragt sich: wie konnte so etwas passieren, es gab doch keinen Grund für dieses Tat, auch ein Motiv, um dieses Tat zu begründen, gab es nicht, aber das Verbrechen ist geschehen, das ist die Tatsa­che, an der man nicht vorbeikommt.

Doch die Ursache oder auch das Motiv für viele oder auch alle Verbrechen liegen im Unterbewußtsein, also im Hirn eines Menschen. Das betrifft uns alle, ob Papst, Kai­ser oder Bettler, wir sind alle in der Lage, Verbrechen zu begehen.

Das wäre das Eine, aber wenn das Gehirn zerstört wird, also zum Teil, so ist das Un­terbewußtsein noch immer da, und es beeinflußt den Menschen, gibt ihm vor, was er zu tun hat. Das steigt in das Bewußtsein und dann wird gehandelt.

Aber das geschieht auch bei den Menschen, die keine krankhafte Störung ihres Ge­hirns haben. Aber bei einer krankhaften Störung des Gehirns schließt man gerne die Schuldfähigkeit des Täters aus, was auch richtig sein mag.

Aber wenn ich mir alles so betrachte, und es genauer definieren sollte, welche ei­gentliche Funktion unser Gehirn hat, dann müßten wir Menschen, die wir Verbre­chen begehen, schuldunfähig sein, weil das gehirn das Handeln des Menschen be­stimmt.

Aber bitte stützt euch nicht auf diese Schuldunfähigkeit, die kann man bei Verbrechen nicht dann anwenden, wenn der Täter keine psychischen Erkrankungen hat.

Es war wirklich nett, mit euch zu plaudern. Ich schreibe in den nächsten Tagen wei­ter über die Hirnforschung, aber es ist keine wissenschaftliche Arbeit. Adieu, meine Freunde beiderlei Geschlechts.

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