Dienstag, 1. April 2008

Töten ein Phänomen oder naturbedingt

Oft habe ich schon darüber nachgedacht, ob das Töten durch den Menschen ein Phä­nomen ist oder ist es naturbedingt? Besonders dann taucht der Gedanke auf, wenn ein Mensch einen anderen tötet, aus Habgier oder Eifersucht oder triebbedingt nach einer Vergewaltigung.

In der Tierwelt tötet ein Tier, wenn es Beute jagt oder wenn es sich verteidigt, aber oft sieht die Verteidigung so aus, daß der Unterlegene die Flucht ergreift. Beim Men­schen sieht es so aus, daß er auch Beute jagt und diese tötet, er tötet auch in Not­wehr, aber dann geschieht etwas, daß man als töten aus der Notwendigkeit hält, wenn er dadurch seine Sippe, seinen Stamm oder sein Volk retten will. Man spricht dann im menschlichen Sinne, von einer Notwehr.

Doch hat sich dieses Töten soweit entwickelt, daß unsere Vorfahren als Nomaden, wenn sie ein anderes Volk überfielen und es besiegt hatten, dann alle männlichen Gefangenen sowie alle älteren Jungen töteten, um die Frauen, Mädchen und kleine­ren Knaben als Beute mitschleppten. Mit dem töten der Männer und männlichen Ju­gendlichen wollten sie der Rache durch diese entgehen.

Dieses Phänomen hält sich heute noch, denn bei manchen Völker besteht noch die Blutrache und diese bestimmt, das Verhalten der verfeindeten Familie zueinander, denn für die gibt es nur die einzige Aufgabe, alle Männer des feindlichen Clans zu tö­ten.

Gehen wir einmal weg von Sippen, Völkern und Familie, zu dem einzelnen Menschen zum Individuum. Häufig erfahren wir durch die Medien, wie Menschen andere Men­schen getötet haben. Ich habe schon oben aufgezeichnet, aus Habgier, Eifersucht oder sogar aus Lust am Töten wird getötet. Warum die vielen Massenmörder in der Kriminalgeschichte. Die Motive eines Menschen einen anderen zu töten, sind sehr unterschiedlich, sie ähneln sich vielleicht, aber sie sind nicht identisch, weil sie sich in kleinen Details unterscheiden, und das macht die Unterschiedlichkeit der Täter aus.

Auch gibt es momentan die Kindestötung, die sehr oft auftritt. Sie ist wirklich nichts Neues, denn in der Vergangenheit der Menschheit haben viele Nomadenvölker ihre Kinder getötet oder zum Verhungern ausgesetzt, damit der Stamm überleben konnte. Eigenartig ist nur das Phänomen, daß Mädchen ausgesetzt wurden, nicht Knaben. Die alten Menschen des Stammes gingen freiwillig in den Hungertod, weil sie den Stamm nicht unnötig belasten wollten.

Auch bei den übrigen Tieren gibt es die Tötung von jungen Tieren oder das Ausset­zen dieser, wenn es kein Futter mehr gibt. Also steht der Mensch nicht mehr allein da, wenn es um Tötung Mitglieder seiner eigenen Art geht, weil es notwendig ist, da­mit einige dieser Art überleben können.

Im Nachhinein ist das Töten kein Phänomen, aber trotzdem gibt es ein Tötungsver­halten, das uns Menschen eigen ist, denn wir töten häufig aus Lust wie in einem Blut­rausch. Ich denke jetzt an die Kategorie von Tätern, die Massenmörder genannt wer­den. Besonders denke ich auch an die KZ-Wächter (Konzentrationlager im dritten Reich). Es waren oft Männer, die selbst eine Familie hatten, sichere soziale Bindun­gen hatten und vorher nie durch aggressiver Verhalten auffielen. Jetzt erschlugen sie Häftlinge, töteten sie mit einem Schuß aus dem Gewehr oder der Pistole oder hängten sie an einem Seil auf. Wie kommt ein solcher Mensch dazu, ein derartiges Verhalten zu zeigen? Wehrlose zu töten oder schwer zu verletzen?

Man spricht in Expertenkreisen sehr oft von einem Kollektivverhalten, weil man alle diese Männer dazu anhält, eine Kollektivschuld mit dem Töten mitzutragen, denn an­geblich soll dieses Kollektivverhalten die Schuld am Töten erheblich vermindern.

Ich weiß es nicht, weil ich noch niemanden getötet habe, ud ich hoffe, es wird nie ge­schehen. Aber gibt es auch bei jungen Menschen, die in den heutigen tagen in den medien Schlagzeilen machen, weil sie zu zweit einen alten Mann niedergeschlagen und verprügelt haben, nur weil er sie angeschaut oder angesprochen hat, eine Art von Kollektivverhalten gegen die ältere Generation, oder ist dieses Verhalten wie je­des Verhalten von Tätern sozial und psychisch bedingte Motivation, irgendetwas zu tun, wenn es auch das Töten eines anderen Menschen ist oder dieses in Kauf zu neh­men, daß das Opfer an Folgen des Überfalls stirbt oder zu Tode kommt

Es wäre eine komplizierte analytische Aufarbeitung, um hinter das Phänomen „Tö­ten“ zu kommen. Vielleicht mache ich mich einmal an die Arbeit, ich weiß es aber nicht, ob es klappt.

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