Freitag, 11. April 2008

Rationalität

Dieser Begriff hat seinen Ursprung im Lateinischen und heißt dort: „rationalitas – Denkvermögen“. Aber was könnte Rationalität für uns Menschen oder für mich als Mensch in der Praxis bedeuten also im Leben oder Überleben?

Nach der Erklärung aus dem Lateinischen könnte es bedeuten, daß die Vorausset­zung mein angeborenes Denkvermögen wäre. Also muß ich denken könnten, um ra­tional handeln zu können. Wenn ich keine richtigen Denkweisen aufzeigen kann, dann kann ich auch nicht rational handeln, und gefährde dadurch mein Überleben.

Ich muß demnach in jeder Situation richtig denken, um entsprechend rational zu han­deln. Also wäre es dann ein Verbund von rational und einem Denkprozeß der ein­setzt, wenn von mir ein Handeln verlangt wird.

Zuerst kommt das Denken, und daraus entwickelt sich die Ratio richtig gedacht zu haben, um anschließend daraus den Entschluß zu fassen, zu handeln. Ich finde es gut, wenn man sein Denkvermögen rational einsetzt, um immer richtig zu handeln, aber klappt es auch?

Nein, es klappt nicht immer, denn oft setzt sich das Glück in der Rationalität ein und gibt mir den unbewußt zu verstehen, den richtigen Weg zu nehmen, was mir dann erst bewußt wird, wenn ich mein Handeln abgeschlossen habe.

Aber ist mein Denkvermögen gegenüber meinen Mitmenschen anders? Ja, es unter­scheidet sich immer in einer individuellen Weise, auch wenn das Denkvermögen von mir und den anderen Menschen auf einer Grundlage entstanden ist, aber bestimmte gesellschaftliche Verhaltensmuster haben das Denkvermögen in späteren Jahren ver­ändert, so daß eine individuelle Rationalität entstanden ist.

Aber was bedeutet diese individuelle Rationalität? Sie bedeutet, daß sie bei uns Men­schen unterschiedlich in Erscheinung tritt, so ist auch unsere Denkvermögen unter­schiedlich, was man anschließend an der Handlungsfähigkeit des Betroffenen er­kennt.

Aber wie hoch muß das Denkvermögen bei mir sein, um richtig zu handeln, um sagen zu können, meine Rationalität hat den idealen Wert? Oder gibt es keinen idealen Wert in der Rationalität?

Für mich bedeutet Rationalität, daß es einerseits das Denkvermögen gibt und aus diesem Denken entwickelt sich die Rationalität, das Denken folgerichtig umzusetzen, um in seinem Handeln richtig zu sein.

Doch die Rationalität ist für mich, einerseits eine Spielerei mit Begriffen, die von Menschen aufgestellt wurden, aber eigentlich nicht so sein dürfen, daß sie die Reali­tät menschlichen Verhaltens in ein Schemata stellen, und von der Rationalität her als richtig oder falsch dokumentieren.

Ich weiß genau, es gibt auch ein Gegenteil von der Rationalität, in bestimmten Situa­tionen nicht rational gehandelt zu haben, was doch sehr häufig vorkommt, weil die Rationalität verlangt, daß vor dem Handeln zuerst alles durchgedacht wird. Ich selbst mache es manchmal auch so, daß ich spontan handle ohne rational zu denken, aber mich stört es nicht, wenn die Folgen für mich nicht nachteilig werden.

Das sind nur meine Vorstellungen von der Rationalität, die sehr viel mit meiner Leb­enserfahrung zu tun haben.

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