Donnerstag, 24. April 2008

Nächstenliebe

Über den Begriff „Nächstenliebe“ habe ich so meine Gedanken gemacht. Früher, als ich noch ein Kind war, sprach der Pastor über die Nächstenliebe, besonders dann, wenn es um die Spenden ging, aber zu der Zeit war es mit dem Spenden nicht so arg, denn jeder mußte selbst zusehen, wie er mit dem Leben in der Nachkriegszeit fertig wurde, da waren keine Gedanken für Spenden parat.

Damals hatte ich mir noch keine Gedanken über die „Nächstenliebe“ gemacht, aber das Wort war da und stand irgendwie zwischen den Menschen, doch es tat sich nichts. Mir persönlich war es egal, denn was sollte ich mit der Nächstenliebe anfan­gen, wenn sich keiner daran hielt. Prügel gab es überall.

Der Christ soll seinen Nächsten lieben sowie sich selbst, aber wenn er sich selbst nicht liebt, wie soll er dann einen anderen lieben? Wenn ich so die Umwelt beobach­te, dann stelle ich nur fest, daß meine Mitmenschen so auch mein Nächster das Geld und den Konsum liebt. Wenn ich ihm helfen will, dann erwartet mein Nächster, den ich lieben soll, aus lauter Nächstenliebe, daß ich ihm kostenlos das besorge, um sei­ne Wünsche zu erfüllen. Auch in der not will der Nächste kein Brot, sondern er will Money, um sich die Birne vollzuknallen (Alkohol kaufen und trinken), das scheint ihm wichtiger zu sein, als die erwartete Nächstenliebe, die keine ist, weil alles nur eine Abzocke ist.

Oft habe ich so das Gefühl, daß der Begriff „Nächstenliebe“ dafür steht: „Zocke dei­nen Nächsten liebevoll so ab, daß er danach selbst nichts mehr hat“. In der Vergan­genheit hat es die Kirche gemacht, gut sie hat den Schein bewahrt und einiges als Spenden weitergegeben, weil ja auch die Kirchenverwaltung bezahlt werden mußte.

Die Nächstenliebe wäre etwas Schönes, wenn ich meinem Nächsten in der Not behilf­lich sein kann, so daß er aus der Not herauskommt, aber meistens ist es keine Not, in der sich der Nächste befindet, er spielt sie oft nur vor, um so an Mittel zu kommen, die sein Leben angenehmer gestalten.

Wenn ich den Begriff „Nächstenliebe“ so nachdenklich betrachte, dann stelle ich fest, daß doch ich selbst der Nächste bin, also soll ich mich lieben, denn es steht ja auch geschrieben: „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Da ich mir wirklich der Nächste bin, so muß ich mich lieben wie mich selbst. Es ist blöd, aber irgendwie steckt Sinn hinter diesen Worten. Die Nächstenliebe bleibt bei mir, denn wenn ich meinen Nächsten liebe, dann muß ich mich lieben. Aber jetzt kommt die Blödheit bei mir ganz dick hervor, das hätte ich nicht gedacht, aber hier habe ich eine neue Seite an mir entdeckt, warum soll ich nicht alles verarschen, wenn das Leben begrenzt ist.

Ich werde es später einmal versuchen, so als Lügenbaron, auch wenn ich nicht ge­adelt bin.

Noch einmal zur Nächstenliebe. Ich bin immer bereit in der Not zu helfen, sogar mein kümmerlichs Leben einzusetzen, um andere zu retten, was ich in der Vergan­genheit merhmals gemacht habe, aber verarschen laß ich mich nicht so gerne, dann werde ich schon etwas sauer, aber so wird es auch anderen ergehen.

Laßt den Kopf nicht hängen, das Leben geht weiter, bis ich mit der Galaxis Andro­meda zusammenstossen.

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