Freitag, 11. April 2008

Irrationalität

Aristoteles meinte schon vor etwa 2500 Jahren, daß Frauen in ihrem Denken und Handeln irrational seien, Männer hingegen nicht. Diese Meinung beruht nur darauf, daß damals die Männer in der Wissenschaft tätig waren. Wenn ich so die Geschichte der Antike überdenke, dann waren es nur Männer die als Philosophen und sonstige Gelehrten genannt wurden, Frauen hingegen nicht.

Gut, ich weiß, daß es Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Da sind die kör­perlichen Merkmale und dann die geistigen. Über die körperlichen will ich mich nicht weiter auslassen, aber über die geistigen Merkmale schon.

Für mich stellen die Frauen ein Phänomen dar, besonders jetzt im Alter. In meinen jüngeren jahren betrachtete ich ein Frau nur aus der Sicht der Gesellschaft als Mut­ter und Hausfrau, aber dann in den ganzen Jahren, die folgten, erfuhr ich einen Wandel darüber, daß ich die Frauen anders sah, ich schätzte sie sehr, besonders als Gesprächspartner, denn die geistigen Fähigkeiten von Frauen sind sehr vielfältig, und sie übertreffen in der Vielfalt die geistigen Fähigkeiten der Männer.

Ich als Mann war in den jungen Jahren geprägt auf die Jagd nach Frauen, in sexuel­ler Hinsicht, und auf die Jagd nach beruflicher Karriere, was dann bald nachließ, als ich merkte, daß es auch ein Leben während des Lebens gibt, und nicht erst nach dem Tode.

Die Jagd nach den Frauen hatte sich auch sehr früh gelegt, und das war mit dem Zeit den Kennenlernens meine Ehegattingemahlin, noch vor der Eheschließung. Mit der Geburt meiner Tochter spürte ich bald, daß ein neuer Geist da war, der seine geisti­ge Fähigkeiten deutlich zeigte und heute noch zeigt. Ich bin eigentlich sehr froh, eine Tochter als Kind zu haben, und keinen Knaben, aber ich wollte immer schon Töchter haben, weil ich früher schon einen guten Kontakt zu meinen Mitschülerinnen hatte, und das hatte mit gut gefallen. Aber zurück.

Irrationalität besteht dann, wenn man nicht mehr rational Denken und Handeln kann, wenn es zu Fehlhandlungen kommt, die mir oder anderen Schaden zufügen. Ir­rationalität ist immer emotionsbedingt, es kommt aus den Gefühlen, und die verleiten zum irrationalen Denken und Handeln. Darum behaupten Männer auch heute noch, die Frauen wären zum rationalen Denken und Handeln nicht geeignet, aber ich habe es selbst erlebt, daß Frauen wirklich rational Denken und Handeln können, warum auch nicht, denn ihr Gehirn ist dem männlichen gleich, auch wenn sie besser die bei­den Gehirnhälften einsetzen können, der Mann nur eine. Das heißt wiederum, ich als Mann kann die Gehirnhälfte einsetzen, die zum rationalen Teil gehört, aber die Frauen können die rationale Hälfte und die emotionale Hälfte einsetzen, so sind sie uns hier voraus.

Ich habe auch schon irrational gehandelt, wenn bestimmte Situationen sich einstell­ten, die oft eine Entscheidung heraufbeschworen, die dann sozusagen aus dem Bauch entschieden wurde, und hinterher war sie sogar richtig.

Ich denke, daß eine Situation, in der eine Entscheidung getroffen werden muß, ent­scheidet, ob ich rational oder irrational denken und handeln muß, und dabei ist es egal, ob ich jetzt Frau oder Mann bin, oft haben es die Frauen leichter, eine schnelle Entscheidung zu treffen, denn sie entscheiden oft aus dem sogenannten Bauch her­aus.

Eigentlich sind diese Begriffe: „Rationalität und Irrationalität“ nur Begriffe, denn in der Praxis kommt es darauf an, wie ich denke und handel. Ob ich jetzt richtig oder falsch gehandelt habe, das ist eine andere Sache, und das stellt sich erst später her­aus. Eines Tages ist es egal, ob ich die beiden Begriffe kenne, weil ich dann nicht mehr bin. Schöner ist, wenn man ein schönes Buch liest, und sich so mit anderen Ge­danken befassen kann, als mit Begriffen, die die meisten Menschen gar nicht kennen.

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