Freitag, 4. April 2008

Glaube und Wissen

Oft wird über die beiden Begriffe „Glauben und Wissen“ gestritten, weil beide aus verschieden Bereichen kommen. Warum aus verschiedenen Bereichen? Es ist eigent­lich einfach, denn „Glauben“ bedeutet soviel wie „nicht wissen“, und „Wissen“ be­deutet soviel wie „es ist bewiesen“.

Aber ich kehre wie schon immer zu unseren Vorfahren zurück. Auch unsere Vorfah­ren beobachteten ihre Umwelt genau, denn das war für sie eine Technik, um zu über­leben, denn jeder Mensch sowie auch unsere Verwandten die Tiere, haben den Drang, zu überleben. Also stellten unsere Vorfahren bald fest, daß es etwas gab, was die Jahreszeiten wie Sommer und Winter bestimmte. Dazu kamen dann die Unwetter, die Sonne, der Regen, die Nacht, die Sterne , der Mond, die Wolken usw. Sie dachten darüber nach, was es eigentlich bedeuten sollte, und wer alles erschaffen hatte. Also schuf man sich irgendwelche Mächte, die stärker waren als sie, und diesen Mächten dienten sie. Sie glaubten. So entstand der Glaube an Geister, Dämonen und Götter, die das Leben auf der Erde beeinflußten und die alles schufen, was sich auf der Erde befand.

Die Götter schufen unsere Vorfahren nach ihrem eigenen Ebenbild, also hatten die Götter die Gestalt und das Verhalten unserer Vorfahren, und sie handelten wie diese. Es wurden Tempel geschaffen, um diese Götter zu ehren und zu huldigen, aber auch um dort die Opfer für die Götter zu bringen, auch wenn es manchmal blutige waren, aber man brachte ihnen die Opfer, um sie milde zu stimmen.

So schuf der Mensch den Glauben an Götter, die er in seiner Phantasie selber schuf, aber er glaubte an diese, daß die für alles verantwortlich waren, was in dieser Welt geschah.

So steht es auch in der Bibel, nicht in der Übersetzung der Bibel, „zuerst war das Wort, und der Geist schwebt über dem Wasser“. Hier sieht es schon so aus, als wenn die Menschen schon früher wußten, daß das Leben aus dem Wasser kommt. Ich kann es nicht sagen, denn hier wäre es auch nur der Glaube, sonst nichts.

Also dachten unsere Vorfahren schon über ihr Leben nach, und auch über den Tod und ein Leben danach, also glaubten sie auch nur, denn sie wußten es nicht, was nach dem Tode mit dem Verstorbenen geschieht, aber zu gaben ihm Grabbeigaben, so daß er nach dem Tode weiterleben konnte. Auch hier war es der Glaube.

Der Glaube nimmt in der Gedankenwelt des Menschen einen großen Platz ein, weil der Glaube über viele tausenden Jahren sich in der Menschheit eingeprägt hat. Der Glaube ist ein mächtiges Instrumentarium, um die Menschen wesentlich zu beeinflus­sen.

Wie alt ist die Wissenschaft, oder ab wann wurde nach wissenschaftlichen Kriterien geforscht? Nehmen wir einmal an, vor 2500 Jahren begann der Mensch, sich für sei­ne Umwelt wissenschaftlich zu interessieren. Er erforschte die Elemente wie Wasser, Stickstoff, Sauerstoff usw. Er begann die Schwerkraft zu erforschen, und begab sich somit in das Weltall, und versuchte die Materie zu erforschen.

Das Erforschte wurde dann als Wissen an die Menschen weitergegeben, wenn es auch Menschen gab und heute noch gibt, die die Wissenschaft ablehnen, weil sie nur an ihrem Glauben hängen, und nur den Glauben als richtig ansehen. Aber die Wis­senschaft kann erforschtes Wissen vermitteln, um der Menschheit zu helfen, ein Wis­sen zu erarbeiten, das der Menschheit helfen kann, eines Tages den Weltraum zu er­obern. Wissen ist für die Menschheit wichtig, wichtig für das Überleben, denn auch für uns kommt eines Tages der Exodus, durch das Verglühen der Erde in der Mutter Sonne, die wird auch vor dem Menschen nicht Halt machen, obwohl die Menschheit bis dahin verschwunden sein wird.

Wissen ist für mich persönlich ein großer Anreiz, weiterzuleben. Wissen ist etwas Schönes, und kann viele Stunden meines Lebens ausfüllen, zu erfahren, was die Wis­senschaft Neues entdeckt hat, oder welchen Unsinn manche Studien verzapft haben.

Aber trotzdem hängen Wissen und Glauben zusammen, oder sagen wir es so: zuerst kommt der Glaube, denn man glaubt an irgendein Phänomen, dann kommt die Wis­senschaft und erforscht dieses geglaubte Phänomen. Warum sollte es nicht so sein.

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