Dienstag, 22. April 2008

Führe mich in Versuchung

Wer kennt nicht den Satz aus der Bibel: „Führe mich nicht in Versuchung“, soll Gott gesagt haben. Daraus bildete sich dann der Satz: „Du sollst Gott, den Herrn, nicht in Versuchung führen“. Auch sollte der Teufel versucht haben, als Jesus 40 Tage in der Wüste weilte, Jesus in Versuchung zu führen, aber dieser ließ sich angeblich nicht in Versuchung führen, sondern blieb sehr standhaft.

Nun gut, als ich meine Ehefraugemahlin kennenlernte, wollte ich sie auch in versu­chung führen, aber es blieb nur bei einem Versuch, sie gab mir einen Klaps auf die Finger und eine sanfte Ohrfeige, damit war die Versuchung vorbeigeführt. Sie blieb standhaft wie Jesus.

Heute kann ich nur sagen, meine Ehefraugemahlin ist eine sehr gute Ehefraugemah­lin, weil sie damals so standhaft geblieben ist, sie hat den Schmeicheleien des Teufels oder Satans nicht nachgegeben. Pravo, sage ich nur, aber dafür hat sie mich auch geheiratet, obwohl ich eigentlich nicht verheiratet bin, denn Zwerge heiraten nicht.

Aber Spaß beiseite, Ernst komm her. Wir alle sind ständig Versuchungen ausgelie­fert, und es gibt viele davon und in jeder Form. Als Menschen zählen wir auch zur Tierwelt, und auch wir müssen uns an Regeln halten, und dürfen uns nicht gehen las­sen, egal wie vorteilhaft etwas sein kann und uns droht, in Versuchung zu führen.

Man muß immer abwägen: soll ich oder soll ich nicht. Manches im Leben ist so ver­lockend, daß man der Versuchung nicht widerstehen kann, und was geschieht dann sehr oft: man fält auf die Verlockung herein, also konnte der Betreffende der Versu­chung nicht widerstehen.

Aber ehrlich gesagt, wer kann schon mancher Versuchung widerstehen? Es ist doch oft so, etwas wird einem vorgegaukelt und hinterher, ist man der Verarschte. Ja, man hat dann die Arschkarte gezogen.

Führe mich nicht in Versuchung: dahinter steckt nicht der teufel oder Satan, sondern das Unvermögen des Menschen, der Versuchung zu widerstehen. Es ist doch so, daß man meint, man könnte der Versuchung ein Schnippchen schlagen, aber bald merkt man doch, daß man der Versuchung erlegen ist und sich dieser hingibt.

Natürlich bin ich kein Übermensch, sondern ich bin auch nur ein Mensch, der der­Versuchung erlegen ist. Wenn meine Ehefraugattingemahlin ihre weiblichen Reize zeigt, dann bin ich dieser Versuchung, die Reize auszukosten, diesen überlegen. Nun, das ist wohl der Triebhaftigkeit des Menschen anzulasten, aber warum soll man her von Belastung reden, es ist so, eine Prüfung für den doofe Mann, entweder wieder­steht er den Reizen einer Frau, oder er gibt ihnen nach.

Also, führe mich nicht in Versuchung, aber in diesem Falle heißt es, führe mich in Versuchnung, ich gebe sofort deinen gezeigten Reizen nach.

Ich sage nur, es ist schön, wenn man in manchen Situationen der Versuchung nach­geben kann und darf, sonst würde die Menschheit ihrem eigenen Untergang erlegen sein.

Führe mich nicht in Versuchung, das ist eine Formulierung aus der christlichen Reli­gion, aber hat mit dem eigentlichen Menschen und seiner ausgedehnten Triebhaftig­keit nichts zu tun. Der Mensch richtet sich nach dem, was ihm die Evolution mitgege­ben hat, seinen Trieb zu überleben, und seine Art zu erhalten.

Ich führe euch in Versuchung, das zu tun, was ihr gerne möchtet, aber ihr müßt auch die Konsequenzen für euer Tun tragen, wenn ihr euch in Versuchung führen laßt, ich halte mich gerne raus, aber stifte andere gerne an, sich in Versuchung zur führen lassen, weil es Spaß macht, wenn die, die sich haben in Versuchung führen lassen, ganz konfus wirken und nicht wissen, wie sie aus einer verzwickten Sache oder aus der Versuchung unbeschadet wieder herauskommen. Also laßt euch in Versuchung führen, meinen Segen habt ihr.

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