Montag, 28. April 2008

Der Marsch

Es war ein langer Weg durch die Wüste, um in das gelobte Land zu kommen, das man ihm versprach. Dort sollte Milch und Honig fließen, aber zuerst einmal hinkom­men. So ein Mist, die Ägypter sind noch immer hinter uns her, dachte Moses, als er an den Ufern des Roten Meeres stand. Ich hatte hier schon oft beobachtet, daß das Wasser zurück ging, gut es hatte keine Beine, aber es verschwand auf einmal. In der Ferne sah er die Staubfahne der nahen Soldaten auf ihren Streitwagen.“Wenn die uns hier erwischen, dann hacken die uns in Stücke“, sagte Moses zu seinen Freun­den, obwohl er keine hatte, weil die Israelis dachten, er sei ein Sohn der Pharaonen.

Davon ging das Wasser zurück und gab den Meeresboden frei, und Moses jubelte, weil er jetzt seinen Kopf behalten durfte. Die Israelis überquerten den freigeworde­nen Meeresboden, und sie erreichten unbeschadet das andere Ufer. Aber die Solda­ten der Pharaons waren auch schon auf den Meeresboden angelangt, sie hatten die Hälfte des Meeres überquert, als eine 20 Meter hohe Welle über sie schwappte und alle Soldaten ertranken oder erreichten schwimmend das Ufer.

Die Israelis dankten ihrem Gott für die Errettung und sahen jetzt in Moses den großen Propheten und Führer ihres Volkes.

Jetzt hatte Moses so richtig Fuß gefasst bei den Israelis, und er war glücklich dar­über, weil er immer daran dachte, eines Tages würden die Israelis wirklich erfahren woher er kam, obwohl er es selbst gar nicht wußte, weil es damals noch keine Kir­chenbücher oder Standesämter gab, worin er die Namen seiner Eltern hätte erfahren können, aber keiner wußte, woher er kam.

Lassen wir einmal die Herkunft von Moses irgendwo liegen, vielleicht im Wüsten­sand oder im Gebirge von Sinai, und beschäftigen wir uns mit dem Marsch des Vol­kes Israels und seinem Anführer Moses.

Es war schon ein beschwerlicher Marsch durch die Wüste. Der Treck kam nur lang­sam vorwärts. Die mitgeführten Haustiere mußten immer zur Tränke geführt werden, und auch die Menschen hatten nun ihre Schwierigkeiten, in der Hitze und im Staub.

Auch war der Marsch nicht ohne Streitereien vorsichgegangen, weil einige nicht mehr weiter wollten, aber Moses wollte das gelobte Land endlich erreichen.

Er mußte dann zu Gott kommen. Gott führte das Volk Israel. Er saß auf eine Wolke und in der Dunkelheit leuchtete die Wolke und wies somit dem Volk den Weg. Aber Gott war der Meinung, daß Moses zu ihm kommen sollte, damit er, Gott, dem Moses so einiges sagen könnte, aber nur unter vier Augen.

So erschien der liebe Moses vor Gott, aber er traf nur einen brennden Strauch an, was den Moses etwas verwirrte. Wahrscheinlich dachte Moses hier wären andere Menschen, die eine Grillparty feierten, aber es waren keine Menschen zu sehen. Doch dann hörte Moses die Stimme Gottes, daß er nicht so dicht an das feuer treten solle, weil das Feuer gefährlich sei. Hier sind einige Fans von Außerirdischen immer hellhörig und sind der Meinung, daß das Feuer ein Atombrand sei, und Moses sei von einem Außerirdischen gewarnt worden, sich vom Feuer fernzuhalten, damit er nicht radioaktiv durch einen Atombrand verstrahlt werde.

Nun lassen wir diesen Atombrand sein und kehren wieder zu Gott zurück. Moses empfing von Gott die zehn Gebote, aber ohne gesetzlichen Kommentare oder Mög­lichkeiten der Auslegung, die sollten die Menschen später machen. Bei den Auslegungen der zehn Gebote ist allerlei Unsinn zusammen gekommen. So das vierte Gebot:“Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ jetzt folgt: „und wenn sie dich schlagen, dann sollst du dich wehren“, was ist das:“ Notwehr“. Das haben wir Jungens, ich mochte so 12 Jahre alt gewesen sein, selbst ausgelegt.

Moses stieg wieder herab zu seinem Volk, um ihnen die Gebote mitzuteilen. Er mußte den Weg bergab gehen, denn das Gebirge auf Sinai ist sehr zerklüftet und steil.

Moses und sein Volk brauchten 40 Jahre, bis sie in das gelobte Land kamen, ob es dort wirklich schön war, davon wird nichts berichtet. Milch und Honig wird es gege­ben haben, den Honig von den wilden Bienen und die Milch von den mitgeführten Ziegen, also waren sie jetzt im Land, wo Milch und Honig fließt. Milch fließt beim Melken und der Honig, wenn man ihn aus den Bienenwaben abtropfen läßt. Was wollt ihr noch mehr.

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