Montag, 21. April 2008

Angst

Irgendwo hatte ich in den letzten Tagen etwas über Angst gelesen, aber man braucht nicht über Angst zu lesen, weil die Angst immer gegenwärtig ist. Die Angst ist wohl ein abstrakter Begriff, aber ihn könnte man auch als Furcht vor etwas deuten, dem ein Mensch oder auch ein Tier nicht begegnen möchte. Diese Furcht oder auch Anst ist notwendig zu überleben, denn ohne die Angst wäre ein Überleben nicht möglich und die derzeitigen Tierarten, einschließlich Mensch, wären bestimmt schon ausge­storben.

Wenn ein Beutetier Angst vor seinem Jäger hat, dann entwickelt dieses Beutetier un­heimliche Kräfte aus Angst und flieht, um dem Jäger zu entkommen. Hier sieht man deutlich das Bestreben des Beutetieres, zu überleben. Gleichzeitig bedarf der Jäger das Fleisch der Beutestieres, also entwickelt er eine Jagdtechnik, um das Beutetier zu überraschen und zu töten, damit er, der Jäger, auch überleben kann. Jetzt werde ich bestimmt gefragt, ja, wo ist denn die Angst des Jägers? Richtig, wo ist seine Angst, denn sowie es aussieht, hat er eigentlich keine Angst, weil er jagt, aber er hat auch Angst vor dem stärkeren Jäger, daß der ihm die schon erjagte beute wieder abjagt, also wird er dann auch fliehen, wenn dieser Stärkere auftaucht und einen Anspruch auf diese Beute erhebt.

So kommt es auch vor das Angst Flügel verleiht, sowie im Asterix „die Normanen“ oder auch Nordmänner, die nach Gallien kommen, um die Angst zu erleben, weil die Angst angeblich Flügel verleiht. Aber die Angst kann tatsächlich ungeahnte Kräfte freimachen, ich habe es schon einmal bei einem Kameraden während meines Mili­tärdienstes erlebt. Doch Angst kann auch zu einer Lähmung führen, aber nicht wie bei einer Querschnittslähmung, sondern der Betreffende kann sich vor lauter Angst nicht von der Stelle bewegen. Das ist schon ein eigenartiges Phänomen, welches mir bekannt ist, ich habe es einmal in meiner Kindheit erlebt, als ein Freund vor lauter Angst sich nicht einmal bewegen konnte, auch war es ihm nicht möglich, zu schreien.

Manchmal ist die Angst auch hinderlich, gerade wie im obigen Fall mit meinem Freund, aber wichtig ist es, daß man Angst haben muß, auch wenn man es nicht zeigt, aber diese Angst ist für uns Menschen der beste Schutz, der unser Überleben sichert, weil es genügend Situatuionen im Leben gibt, die ein erhebliches Risiko für ein wirkliches Überleben darstellen.

Ihr, meine lieben Liebenden, werdet bestimmt fragen, hat die Knalltüte von Schrei­berling auch Angst gehabt? Naütrlich hatte auch ich Angst, oder Furcht. Denn wäh­rend meines Militärdienstes war ich bei den Luftlandepionieren also im Fallschirm­springen, im Sprengdienst, als Pioniertaucher und Scharfschütze ausgebildet. Besonders im Sprengdienst gab es Situationen, in denen ich oft Glück hatte, weil ich mich auf das sogenannte „Bauchgefühl“ verließ, und ich war besonders vorsichtig im Umgang mit dem Sprengstoff oder bei der Entschärfung von Sprengladungen, die sich hinterher als Blindgänger herausstellten und deshalb so gefährlich waren. Na­türlich war das Fallschirmspringen nicht ohne, ja man kann sagen, Angst oder auch eine besondere Vorsicht.

Aber jeder hat Situationen erlebt, die in ihm das Gefühl der Angst hervorriefen. Es gibt keine Schande vor der Angst, denn sie ist wirklich notwendig. Wenn andere Menschen meinen, man sei ein Angsthase, dann sage ich immer: lieber ein Angsthase als ein Blödmann. Die Angst gibt uns jedesmal das Gefühl, daß wir noch leben.

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