Freitag, 7. März 2008

Männer sind rachsüchtiger

Ja, ja, das sind drei Worte, die viel aussagen, nur den Männern nicht, weil die sagen: wir sollen rachsüchtiger sein als Frauen? Der sich so etwas ausgedacht hat, der habe wohl nicht alle an der Glocke.

Aber ich bin zufälligerweise auch ein Mann, auf jeden Fall, wenn an mir nach unten schaue, und das Stückchen Wasserleitung sehe. Aber ein Mann bin ich, denn auch ich bin rachsüchtig. Das merke ich auch heute noch, obwohl man allgemein sagt, im Alter verliere sich Manches, aber so etwas stimmt nicht ganz, die Rachsucht verliert sich nie ganz.

Besonders im Alter, man kann vieles nicht mehr so, aber im Kopf, wenn der noch hell genug ist, dort bildet sich die Rachsucht. Auch wenn man zum Objekt, ein Mann aus der Nachbarschaft, keinen Kontakt hat, so entwickelt sich über einen längeren Zeit­raum zuerst der Gedanke, welche Schwächen hat der Mann, man beobachtet ihn.

Dann erkennt man Stück für Stück bestimmte Vorlieben des Menschen, aber man tut sie als etwas Abartiges ab, und entwickelt selbst Techniken, wie und auch welche Weise man dem Mann schädigen könnte, und so entwickelt sich die Rachsucht, und man haßt den Mann, warum, das weiß man später ncht mehr, oder entwickelt eine Theorie, warum man den Mann aus Rachsucht verfolgt.

Wirklich, es gibt so etwas, das habe ich schon einmal erlebt, auch als Betroffener. Ich mußte ein Gutachten über eine Frau anfertigen, habe dafür noch die Angaben anderer Personen hinzugezogen, und das Gutachten der Staatsanwaltschaft überge­ben. Das Gutachten habe ich objektiv gestaltet, so habe ich mit der Betroffenen ein umfangreiches Gespräch geführt, auch mit Frauen aus der Nachbarschaft, die von der Frau über einen längeren Zeitraum bedroht wurden.

Einige Monate später bedrohte mich die Frau am Telefon. Ich konnte sie am Telefon einigermaßen beruhigen, aber die üblen Beschimpfungen entsprangen einem rach­süchtigen Verhalten. Sie meldete sich nicht mehr. Kann sein, dass sie die Rachsucht aufgegeben hat. Frau können schneller zur Rachsucht neigen, aber sie geben diese Rachsucht trotzdem sehr schnell auf.

Männer hingegen halten sehr viel länger an ihrer Rachsucht fest. Besonders im drit­ten Reich, wo sich die ganze Gewalt eines Volkes durch Hetze gegen Mitbürger jüdi­schen Glaubens richtete, nur weil ein Idiot aus Braunau rachsüchtig war. Aus wel­chem Grunde Hitler so rachsüchtig war, das wird wohl nicht mehr analysiert werden können.

Gegen einen rachsüchtigen Mann gibt es keine Möglichkeit, ihn von seiner Rach­sucht abzubringen. Er will mit allen Mitteln seine Rache vollenden, koste es was es wolle. Häufig liest man in den Medien, wenn ein Mann aus Rache seine beiden Kin­der und seine Frau getötet hat, weil sie sich von ihm trennen wollte. Aus Rache hat er dann diese Tat vollzogen. Natürlich ist das ganze Geschehen oft etwas komplizier­ter.

Frauen können auch rachsüchtig sein, keine Frage, aber das Ausleben ihrer Rach­sucht ist emotional, und wenn sie den Drang ausgelebt haben, dann sind sie nicht mehr rachsüchtig. Bei den Frauen ist oft alles spontan, und wenn der Rausch der Rachsucht vorüber ist, dann gibt es keine Rachsucht mehr. Wie glücklich können Frauen doch sein. Wir Männer sollten uns an den Frauen ein Beispiel nehmen. Dar­um sollten wir ihnen in den Berufen dasselbe Einkommen zukommen lassen, was wir Männer selbst bekommen. Ein schwerer Satz: wiederholen Sie mal Müller.

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