Freitag, 28. März 2008

Die geistige Reife beim Menschen

Was bedeutet eigentlich „geistige Reife“? Geistige Reife sind zwei Begriffe, die in der Gesellschaft der Menscheit etwas bedeuten, daß ein Mensch geistig in der Lage ist, sein Leben selbst zu gestalten. Aber gibt es einen Wert, von dem man davon spre­chen kann, daß hier die geistige Reife eines Menschen beginnt? Oder gibt es keine Reife in geistiger Hinsicht, so daß der Mensch nur der Natur überlassen wird, um das Überleben zu üben, damit er überleben kann.

Der Begriff der geistigen Reife ist ein Begriff, der von den Menschen geprägt wurde, aber wann und warum, das ist mir unbekannt. Den Begriff der Hochschuleife kenne ich, wenn man sein Abitur gemacht hat, dann hat man die Hochschulreife, und man kann an einer Hochschule studieren, wenn man aufgenommen wird, denn allein die Hochschulreife zu haben, ist noch lange keine Garantie an einer Hochschule zu stu­dieren.

Aber bei dem Begriff der geistigen Reife gibt es keinen Hinweis darauf, was man mit dieser geistigen Reife machen kann. Das einzige wäre, daß man sein Leben besser im Griff hat, es besser gestalten kann und eine Fähigkeit entwickelt hat, mit anderen Menschen besser umgehen zu können. Auch kann die geistige Reife beinhalten, daß man eine Sache, z.B. ein Schriftstück eingehender lesen und dann besser auslegen kann.

Ich weiß wirklich nicht, wie man den Begriff „geistige Reife“ unterbringen kann, denn er steht mir zu abstrakt im Raum, und er hat mich mich keinen Bezug zum wirk­lichen Leben. Wenn man die geistige Reife mit der Intelligenz verbinden will, also geistige Reife und Intelligenz wären das Gleiche, dann komme ich mir vor wie ein Mensch, der anscheinend nicht das Leben begriffen hat. Denn um zu leben und zu überleben, muß man die grundsätzlichen Fähigkeiten mitbringen, die uns die Evoluti­on mitgegeben hat, alles zu überdenken, bevor wir handeln, oder in einer Notsituati­on schnell zu handeln, um der Gefahr zuvor zu kommen.

Geistig bekommen wir alle bestimmte Fähigkeiten mit, die uns bei der Bewältigung des Lebens behilflich sind. Die geistigen Fähigkeiten sind beim Menschen so ausge­prägt, daß er damit das Leben bewältigen kann, daß er über das Leben nachdenken kann, und daraus seine Schlüsse zieht. Aber ist das die „geistige Reife“?

Dieser Begriff sieht so aus, als wenn etwas bewertet werden soll, aber man kann es eigentlich nicht bewerten. Denn mit dem Begriff der geistigen Reife wird der Mensch in bestimmten Stufen oder Schichten eingeteilt so etwa: die haben die geistige Reife und die nicht. Es ist unglücklich zu jemanden zu sagen, daß er die geistige Riefe nicht habe, weil er zu dumm sei, sein Leben selbst gestalten zu können. Aber hier kommt der Begriff „dumm“ vor, der besagt, daß es demjenigen an Intelligenz mangeln wür­de, obwohl er nur das ihm Gesagte nicht richtig auslegen kann, oder es verkehrt aus­legt, aber er ist doch nicht dumm.

Ich denke, den Begriff „geistige Reife“ werde ich nicht benutzen, sowie ich es bisher auch nicht getan habe. Es gibt soviel Begriffe, die der Mensch kulturbedingt geschaf­fen hat, um sich von den anderen Tieren zu unterscheiden. Diese Begriffe haben we­nig Inhalt oder gar keinen. Sie sind leer und hohl, weil sie abstrakt sind und nie mit Leben gefüllt wurden, weil man es nicht konnte. Das Leben als solches kommt ohne die Begriffe aus, die vom Menschen geschaffen wurden, aber auch gleichzeitig für den Menschen, doch leider kann der Mensch sehr oft mit diesen Begriffen selbst nichts anfangen.

Ich habe immer die Sehnucht, daß das Leben alle Bereiche des Daseins ausfüllt, da­mit wir Menschen aber auch alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten leben kön­nen.

Wichtig ist für mich das Sein, weil ich da bin, ich bin anwesend, solange ich noch le­be. Nur das Sein erfüllt mir meine Sehnsucht nach dem Leben, aber auch nach dem Tod, der das Sein hier auf der Erde eines Tages abschließt.

Wenn du dein Leben mit Leben füllst, dann hast du gelebt, keiner wird fragen, wie du gelebt hast, sondern man wird immer sagen, sie oder er haben gelebt.

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