Samstag, 22. März 2008

Beschäftigte beim Bund

Neulich erfuhr ich durch die Medien, daß über 300 000 Menschen, die beim Bund und Ländern sowie Kommunen beschäftigt sind, neben ihrem Einkommen Hartz IV beantragen müssen, um über die Runden zu kommen. Es ist schon eigenartig, wenn der Staat seine Beschäftigten sehr schlecht bezahlt, so daß er diesen über eine ande­re Einrichtung wieder Geld geben muß, damit die Beschäftigten ein menschenwürdi­ges Leben leben können.

Die staatlichen Einrichtungen brauchen die Menschen als Arbeitskräfte, damit der Ablauf im Staate einwandfrei läuft, aber wie geht er mit diesen Menschen um. Er ver­langt von diesen Steuern und andere Zahlungen in die Sozialversicherungen und gibt den Menschen mit auf den Weg, für ihr späteres Alter vorzusorgen, damit sie nicht in Armut leben müssen. Aber was geschieht wirklich, sie leben schon vorher in Armut, weil der Staat für diese Armut verantwortlich ist bezw. die Verantwortung trägt.

Diese Situatiom im Bund, Ländern und Kommunen wird tot geschwiegen, weil man nicht will, daß die Bevölkerung von diesem asozialen Verhalten der Regierenden er­fährt, aber auch die Parlamentarier schweigen über die Armut der Beschäftigten in Bund, Länder und Kommunen.

Es sieht so aus, daß es in unserer Demokratie und damit Deutschland Sklavenarbeit gibt, obwohl alle Politiker gegen Sklaven- bezw. Kinderarbeit sind, doch es ist eher ein Lippenbekenntnis der Politiker, wenn man in eigenen Land die Sklavenarbeit oder Die Arbeit für einen geringen Lohn fördert, der nicht einmal ausreicht, um den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Es gibt bei uns keinen Mindestlohn wie in den anderen europäischen Ländern, denn bei einem Mindestlohn hätte man keine Sklaven mehr, über die man die Pietsche schwingen kann, aber ein Mindestlohn würde auch nicht den Gewinn für den Unter­nehmer bringen. In diesem Falle wären die Politiker als Unternehmer zu sehen, denn ein Mindestlohn für die Beschäftigten in Bund, Länder und Kommunen würde die Diäten der Politiker nicht mehr so wachsen lassen wie bisher, obwohl diese genü­gend Einkommen aus anderen Quellen beziehen wie von großen Konzernen.

Für mich wird es jetzt verständlich, warum unsere Bundeskanzlerin, aber insbeson­dere die Politiker von CDU/CSU, gegen einen Mindestlohn sind, weil man dann auch den Beschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen einen Mindestlohn zahlen müß­te.

Wenn die Politiker es machen könnten wie sie es wollten, dann würden sie diese 300 000 Beschäftigten rausschmeißen, oder sie würden ihnen anbieten, ohne Lohn zu ar­beiten bezw. Geld für den Arbeitsplatz an die Politiker zu zahlen.

Es ist bei uns alles möglich, aber ich hoffe nicht, das sich so etwas durchsetzt. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, es ist nur ein gefühl, daß sich diese Gesellschaftsform überlebt, weil sie auch zu gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten führt.

Wir sind weit entfernt von einer echten Demokratie, aber der ungezügelte Kapitalis­mus ist noch immer auf dem Weg, die Freiheit des einzelnen Menschen zu vernichten, weil nur noch Geld und Reichtum eine Rolle spielt. Man kann doof sein, aber mit Geld bekommt man ein Abiturzeugnis und ein echtes Diplom von einer Hochschule,und es gibt auch Hochschulen, die einen Doktortitel Dr,h.c verleihen, aber auch an kriminelle Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Hauptsache sie hat viel Geld an die Hochschule gespendet.

Mit der Unterbezahlung der Beschäftigten bei Bund, Länder und Kommunen hat es schon lange begonnen.

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