Donnerstag, 7. Februar 2008

Machtverteilung

Hier will ich einmal die Machtverteilung in der Bundesrepublik Deutschland aufzei­gen. Ich habe gut 62 Jahr hier verbracht und auch die Bildung des Staates mitbekom­men, wenn auch nur als Schüler. Später als Erwachsener und im Berufsleben stehend habe ich noch mehr über die Machtverteilung in dieser Republik mitbekommen.

Als Kind, besonders nach dem Krieg, bekommt man die Machtverteilung in einem Lande, in dem man lebt, nicht bewusst mit. Ich habe damals immer angenommen, dass die Männer, die damals lebten die Macht hatten, über andere zu bestimmen, und das war eigentlich auch so.

Erst später als dann einige Jahre älter war, da hörte ich von den Besatzungssolda­ten, in Schleswig-Holstein waren es die Engländer, hatten politisch und auch juris­tisch die Macht. Sie kontrollierten die Gerichte und die Polizei, und damit indirekt das öffentliche Leben.

Mir war es damals egal, ich hatte Hunger und musste diesen Stillen, dabei lernte ich die Machtverteilung richtig kennen. Die Schwachen mussten den Starken weichen, es war immer gleich, um was es ging, aber sobald ein starker auftauchte, wichen die Schwachen zurück.

Zuerst ging es um die Beherrschung des Schwarzen Marktes, ein Markt, auf dem al­les im Tauschverfahren ablief, ein Silberbesteck gegen ein Pfund Butter oder etwas ähnlich Wertvolles. Die Schwarzmarktgrössen machten das Geld, aber dann kam die Währungsreform und die grossen Gauner verloren ihr ganzes Geld, weil sie es nicht umtauschen konnten.

Nach 1948, mit der Währungsreform begann wieder der Aufbau einer Industrie in Deutschland, in den drei Besatzungszonen der Westmächte – USA, Grossbritanien und Frankreich – zuerst und auch das Handwerk bekam den Aufbau zu spüren, und es gab wieder alles zu kaufen, was das Herz begehrte, aber nur dann, wenn man Geld hatte, das hatten nur wenige oder doch etliche Personen, die den Krieg und die Zeit danach gut überstanden hatten.

Es tauchten plötzlich Reichtümer auf, von denen kein Mensch etwas wusste, und die Gerüchteküche begann an zu kochen, aber nur hinter vorgehaltener Hand. Die Machtverteilung wurde immer klarer. Die Parteien übernahmen die Macht und teil­ten sie unter sich auf.

In diesen politischen Organisation nach dem Kriege waren verschiedene Nazigrös­sen untergetaucht, oft auch unter falschen Namen, oder diesen Männern wurde be­scheinigt, sie seien harmlose Mitläufer im dritten Reich gewesen. Es gab den Persil­schein, weil man sich mit dem entnazifizieren konnte.

Die Macht blieb wieder bei denen, die schon immer die Macht hatten, wenn es auch eine kleine Unterbrechung durch die Nachkriegszeit gab.

Der wichtigste Tenor war, man sei immer Widerstandskämpfer gewesen, und nach diesem Tenor hätte es kein Nazi-deutschland geben müssen. Aber die Parteien ent­schieden sich politisch für die Variante „Demokratie“, die von den Westmächten ein­geführt wurde, aber ein Grossteil der älteren Deutschen blieben erzkonservativ und mit dem Gedankengut der Nationalsozialisten verbunden.

Die Macht blieb in den Händen dieser Männer, darüber kann man nicht hinwegtäu­schen, dass auch das alte Gedankengut in bestimmten Kreisen blieb, auch wenn man nach aussen hin, sich demokratisch gab.

Durch die Wahlen wurden nur die Politiker gewählt, die den demokratischen Partei­en angehörten, und da auch Politiker aus der Nazi-Zeit in diesen Parteien ihren Platz gefunden hatten, kamen auch diese wieder an die Macht, sie wurden demokra­tisch gewählt. Die grosse Masse des Volkes wurde nicht an dieser Macht beteiligt, jedoch andere, die Banken, Konzern usw. und deren Vertreter.

Nur eine kleine Gruppe hält in einem Staat alle Macht zusammen und verteidigt diese auch, denn für manche Menschen ist es Macht zu haben, so etwas wie ein Orgasmus zu haben.

Die Masse des Volkes bleibt immer ohne Macht.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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