Montag, 11. Februar 2008

Krankheit

Was ist eigentlich krank? Krank ist man, wenn man nicht gesund ist. Aber was ist dann gesund? Gesund ist man dann, wenn man krank ist. So könnte man weiter den­ken, es wäre eine ständige Wiederholung.

Wie bewertet man, ob jemand krank oder gesund ist? Diese Bewertung wurde früher von den Menschen selbst gemacht, sie ginngen, wenn sie sich nicht wohl fühlten zu einem Heiler oder zu einer Heilerin, die diese Menschen mit Heilkräuter behandelte.

Wenn das Unwohlsein sich in Wohlsein umwandelte, dann freute sich alle Beteilig­ten.

Heute bestimmen die Ärzte und die Pharmaindustrie was krank und was gesund ist oder wer krank oder gesund ist. Man sucht direkt nach Symptomen von Unwohlsein und bestimmt dann die Art der Krankheit, die natürlich behandelt werden muss, der Arzt spricht dann von therpeutischen Massnahmen bei der Behandlung.

Die Pharmaindustrie forscht im Medikamentenbereich nach allen möglichen Medi­kamenten oder auch chemischen Verbindungen, die man als Medikamente prokla­mieren kann, wenn man glaubt, es gibt eine Krankheit für dieses Medikament. Ja, richtig, so ist es, die Pharmaindustrie bestimmt die Krankheit, damit sie ihre Medika­mente verhökern kann.

Es kommt hier nicht darauf an, ob der Patient wirklich krank ist, sondern man sucht bei ihm nach Symptomen, die eine Krankheit darstellen können. Ich werfe einmal einen magischen Blick auf den Begriff „Symptom“.

Die Behandlung von Patienten erfolgt immer auf der Basis von Symptomen. Der lie­be Doktor fragt den Patienten:“Was haben wir dann?“ Schauen wir uns einmal den Satz an, oder auch die Frage des Arztes. Es kommt ein wir vor, das bedeutet, dass der Arzt mit dem Patienten genau mitfühlen will, wenn der Patient die Symptome äussert. Anhand dieser Symptome fertigt der Arzt seine Diagnose an und gibt dem Patienten bezw. verschreibt dem Patienten ein Medikament. Für die geschilderten Symptome hat der Arzt natürlich den Namen einer Krankheit parat, diesen Namen braucht er für die Abrechnung mit der Krankenkasse des Patienten.

Die Ursache für das Unwohlsein des Menschen wird nicht in die Überlegungen der Ärzte mit eingebunden, weil es für ein Unwohlsein mehrere verschiedene Symptome und damit auch mehrere Krankheiten geben kann, obwohl es nur eine Krankheit ist.

Als ich noch ein Kind war, gut ich war selten oder nie beim Arzt, gab es nicht soviel Krankheiten wie heute. Man sieht doch daran, dass mit erfundenen Krankheiten eine Menge Geld gemacht werden kann. In Ordnung, es gibt heute auch Krankheiten, die durch Forschung in die Öffentlichkeit gekommen sind, aber früher haben Ärzte ver­sucht, die Ursache einer Krankheit zu finden, um sie dann zu behandeln.

Heute sucht man nur nach Symptomen, die ausreichen eine Krankheit zu diagnosti­zieren, und entsprechend mit Medikamenten zu behandeln. Es gibt sehr viele Fehl­diagnosen und die Vergabe von Medikamenten, die den Patienten nicht bekömmlich sind, was man an der Zahl von 16000 Medikamententote sieht. Die Zahl ist wahr­scheinlich noch höher, aber lassen wir es einmal dabei.

Diese Medikamententote sind die Folge von Fehldiagnosen und der schnellen Verab­reichung von Medikamenten. Wenn man stärker nach der Ursache des Unwohlsein suchen würde, dann käme es nicht so schnell zu Fehldiagnosen, aber hier spielt die Pharmaindustrie eine entscheidende Rolle, aus reiner Profitgier.

Die Ärzte sollten nicht alles an Krankheit ansehen, denn es gibt ein Unwohlsein, das nur vorübergehend ist, aber keine Krankheit.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

Keine Kommentare: