Montag, 11. Februar 2008

Im eigenen Körper gefangen

Wie komme ich zu diesem Thema? Es waren schon häufig Berichte in den Medien, in denen Menschen schilderten, dass sie in einem fremden Körper seien. Ein Mann will lieber eine Frau sein, weil er wie eine Frau fühlt und denkt, und eine Frau will lieber ein Mann sein, weil sie wie ein Mann empfindet.

Es ist eigentlich eine Tragödie, wenn man das Gefühl hat, in einem fremden Körper zu leben. Ich selbst habe nicht das Gefühl und empfinde es auch nicht so, aber ich kann mir theoretisch vorstellen, wie man sich in vielen Verhaltensweisen einge­schränkt fühlt, weil man sich nicht so ausleben kann, wenn man in einem richtigen Körper ist.

Aber wie kommt es, dass Menschen irgendwann denken, ich bin in einem falschen Körper? Sie empfinden es schon sehr früh, in der Kindheit, aber bewusst wird es dann erst mit der Pubertät.

Ich weiss sehr genau, dass über die Sexualität auch erst in der Pubertät entschieden wird, ob ich homosexuell oder heterosexuell werde. Nun gut, bei mir war es die Rich­tung auf Heterosexualität, denn ich stand schon sehr früh auf das weibliche Ge­schlecht, nun, dann habe ich mich dem gesellschaftlichen Verhalten angepasst. Wäre ich in die homosexuelle Richtung gekommen, dann hätte ich auch damit gelebt und ausgelebt, bloss hätte es Krach in der Familie gegeben, und ich hätte mich endgültig von dieser getrennt.

Jetzt wieder zurück zum „falschen Körper“, nicht zum „falschen Hasen“, das ist ein Hackbraten, den man in die Röhre schieb und schon gebruzzelt wieder herausholt. Aber nicht die Backröhre damit vergleichen, wenn man zu einem jungen Pärchen sagt, sie haben nichts ausser, dass das Mädchen schwanger ist „kein Hemd in der Hose, aber einen Braten in der Röhre“: Es ist eigentlich pfui, ich muss mich jetzt schämen, ich stelle mich für fünf Minuten in die Ecke und schäme vor mich hin.

Die Gesellschaft akzeptier es nicht, dass es Menschen gibt, die in ihrem jetzigen Kör­per nicht wohlfüllen, weil sie der Meinung sind, in einem falschen eingesperrt zu sein. Die Wissneschaft sträubt sich gegen dieses Argumente, aber wenn ich die Wis­senschaftler so betrachte, stelle ich fest, dass diese oft religiös sind und davon ausge­hen, dass jeder Mensch von Gott in den richtigen Körper gesteckt wurde, die anderen sind von den Sponsoren ihrer Forschungsinstitute abhängig, die null Interesse an ei­ner Erforschung dieses Phänomens haben, weil es angeblich keinen finaziellen Ge­winn gibt, und das geht nicht nicht, besonders im Interesse von Gewinnen. Die Erfor­schung von Medikamenten ist wichtiger für diese Sponsoren.

Aber die Erforschung des Menschen, der glaubt in einem falschen Körper einge­sperrt zu werden, wäre wichtiger als Kriegswaffen und ihre Wirkungen zu erforschen und später zu entwickeln.

Aber wenn man rechtzeitig das Phänomen des falschen Körper erforscht werden könnte, dann könnte man diesen Menschen schon wesentlich früher helfen, dass sie in den Körper kommen, den sie wollten.

Im eigenen Körper gefangen, das bin ich auch, denn ich möchte diesen gerne verlas­sen, um wirklich frei zu sein. Ich habe es schon zehn Mal geschafft, meinen Körper zu verlassen, aber wiel ich noch eine Familie habe, bin ich immer wieder zurückge­kommen. Es ist ein wunderbares Gefühl, frei zu sein, mit den schwarzen Freunden (Kolkraben, so nennt ihr sie), über die Erde zu fliegen und mit dem geisti­gen Auge alles zu sehen, das ist Freiheit.

Eines Tages wird es soweit sein, dann beginne ich meine Reise und were nie wieder in ein Gefängnis wie diesen Körper zurückkehren, aber jetzt habe ich noch viele Vor­breitungen zu treffen, die üer viele Jahrzehnte gehen werden, bis ich mein Gefängnis verlassen kann. Es lebe die Freiheit!

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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