Samstag, 2. Februar 2008

Freiheit

Was bedeutet dieser Begriff eigentlich für den Menschen? Gibt es wirklich eine Frei­heit oder ist es nur eine Illusion?

Wenn ich die kulturelle Freiheit oder die Freiheit, die politische Gesellschaft Demo­kratie bietet, meine, dann ist es eine Freiheit mit Grenzen, weil ich innerhalb meiner freiheitlichen Grenzen bleiben muss, um nicht die Freiheit eines Bürgers zu beein­trächtigen. Die von einer Gesellschaft erlassenen freiheitlichen Gurndsätze haben überall ihre Grenzen.

Meine ich die Freiheit des Individuums, dann muss ich erkenen, dass das Individuum keinerlei Freiheit, nur die, die ihm der Körper bietet. Ich kann aus meinem Körper nicht heraus. Ich muss meinen Körper mit Nahrunsgmitteln ernähren, damit er leben kann und überleben kann. Wenn ich mir die Freiheit nehme, keine Nahrung zu mir zu nehmen, dann sterbe ich, also ist der Nahrungsentzug für den Körper gleichzusetzen mit dem Tod.

Es ist für mich keine Freiheit im Sinne, der eigentlichen absoluten Freiheit. Darunter verstehe ich, auf alles verzichten zu können, aber kann man das wirklich?

Ich habe schon oben gesehen, dass die absolute Freiheit im eigentlichen Sinne den Tod bringt. Damit kann ich sagen, ich denke, dass es keine absolute Freiheit gibt, weil es eine Tatsache ist, wenn man dem Körper keine Nahrung zuführt, dann gibt er seine Funktionen auf.

Aber ich denke, es müsste doch so etwas geben, was man als Freiheit benennen könnte? Aber was?

Also im Zusammenleben von Menschen gibt es keine Freiheit in dem Sinne, dass sie absolut ist. Es ist eine begrenzte Freiheit von Individuen, die einen gewissen Raum haben, in dem sie frei sind.

Die Freiheit des Körpers eines Individuums ist deshalb nicht frei, weil er auf Nah­rungsmittel angewiesen ist, denn ohne sie, würde er sterben also vernichtet werden.

Jetzt kommen wir auf die Freiheit des Denkens. Diese Freiheit würde grenzenlos sein, wenn man wüsste, was nach dem Tode geschieht, gibt es da die wirklich gren­zenlose Freiheit?

Aber ich bleibe noch beim Leben, denn vorläufig ist das Leben von Wichtigkeit, denn ich lebe und sehne mich nach der Freiheit. Aber nach welcher Freiheit sehne ich mich? Nach der absoluten oder begrenzten Freiheit des Körpers, nach der absoluten Freiheit des Denkens oder nach der Freiheit des Individuums in einer Gemeinschaft von anderen Individuen?

Ich sehne mich nach der Freiheit des Körpers, aber hier nach der Freiheit ohne Schmerzen zu leben. Was nicht geht, weil jeder Körper Schmerzen bekommt also nicht schmerzfrei ist, schon ist auch hier die Freiheit ohne Schmerzen zu leben, er­heblich eingeschränkt.

Jetzt die gesellschafliche Freiheit, die habe ich, aber immer besteht die Gefahr, dass auch hier die Freiheit erhelich eingeschränkt wird.

Die Freiheit des Denkens, die ist für mich absolut, solange ich meine Gedanken nicht äussere und bis zu meinem Tode.

Aber eine Freiheit gibt es, die ist wirklich absolut. Es ist die Freiheit, die im Denken entsteht und dann in die geistige Freiheit übergeht. Diese Freiheit ist dem Geist zu­getan und ist wirklich absolut, und besteht über den Tod hinaus. Für diese geistige Freiheit lebe ichund sie steht in den Gedanken der Philosophie, und damit in der Lie­be zur Weisheit. Die Weisheit ist die eigentliche Freiheit des Menschen, weil sie auch meine Freiheit ist, einfach zu denken über das, was ich an Weisheit in meinem Leben gesammelt habe.

Liebe Freundinnen und Freunde der Weisheit, bleibt bei der geistigen Freiheit der Weisheit, denn sie wird uns den Weg führen, wohin wir gehen.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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