Samstag, 23. Februar 2008

EU-Abgeordneter gegen Türkeibeitritt

Nach dem Brand in Ludwigshafen und der Anwesenheit des türkischen Ministerprä­sidenten, kam es wieder zu Diskussionen über den Beitritt der Türkei zur EU. Beson­ders der bayrische CSU-Abgeordnete Söder, der jetzt EU-Abgeordneter ist, tritt ve­hement dagegen ein, dass die Türkei der EU nicht beitreten soll. Er hängt es darauf auf, dass die politischen Verhältnisse in der Türkei dem eines demokratischen Staa­tes nicht entsprechen.

Bei diesem ganzen Hick-Hack um den Beitritt der Türkei scheint es nur um die De­mokratie in der Türkei zu gehen, weil vieles in Sachen von Demokratie in der Türkei noch nicht so sind, wie sich der Söder erhoffte, aber es ist eher ein Spiel der Religio­nen.

Söder stammt aus Bayern. Dort ist das Christentum tief verankert, so dass man hier von erzkonservativ sprechen kann, dann noch der derzeitige Papst, der auch aus Bayern stammt. Aber allein die Bayern haben sich schon immer gegen einen Beitritt der Türkei in die EU gewandt. Meistens spielte man die politischen Verhältnisse hoch, so auch das Kopftuchtragen, dass ein Zeichen von Radikalismus bezeichnet wurde.

Wenn die Christen davon ausgehen, dass das Tragen eines Kopftuches ein Religiöses Symbol ist, dann dürften die Christen keine Kreuze tragen, denn diese sind auch nur Symbole. Das Kopftuchtragen ist keine politische Angelegenheit, sondern eine kultu­rell-religiöse.

Ich habe bei diesen Auseinandersetzungen um das Kopftuchtragen den hinreichenden Verdacht, dass die christliche Kirche neben ihrem Symbol, das Kreuz, keine anderen Symbole haben will, und andere Symbole als Zeichen des Radikalismus und der Un­terdrückung ansehen.

Ich denke auch, dass die Türkei noch manches an Demokratie verbessern muss, aber auch in ganz Europa muss sich die Demokratie wandeln, um eine echte Demokratie zu werden.

Man soll einen Staat aufnehmen, besonders dann, wenn dieser Staat jahrzehntelang das Mitglied einer militärischen Staatengemeinschaft war (NATO) und noch ist. Die Türkei ist eigentlich ein Pfufferstaat, der den Islam in ruhige Bahnen lenken kann.

Ich mache mir nichts vor, dass der Islam wie alle anderen Religionen versucht, auch in Europa Fuss zu fassen, aber dieser Islam war schon in Europa, bevor unsere tür­kischen Mitbürger zu uns kamen.

Die Welt verändert laufend ihr Gesicht. Alte Religionen werden durch neue Religio­nen ersetzt, und diese wandeln sich wieder. Auch die politischen Verhältnisse werden sich verändern, und damit das politische Gesicht Europas verändern. Nicht nur al­lein Europa werden diese Veränderungen treffen, sondern alle Staaten auf diesem Planeten unterliegen einem ständigen Wandeln.

Ich sage nur: Nichts ist für die Ewigkeit geschaffen, selbst die Ewigkeit nicht.


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